Hat jemand ein Ladekabel für …?


Aufladen diverser Devices mit Powermat

In meinem täglichen Gepäck habe ich mindestens zwei Geräte, die regelmäßig nach Strom betteln. Für eines der Gadgets fehlt ebenso regelmäßig das Ladegerät, ein passendes USB-Kabel oder oft fehlt mir komplett ein weiterer USB-Port um alle Geräte zu laden. Erst nach größeren Displays, bestmöglicher Auflösung und Leistung rufen und dann bemängeln, dass es sie so oft geladen werden wollen? Nein, das nicht. Nur die Kabel stören mich.

Auf dem Mobile World Congress präsentierte sich nun unter anderem letzte Woche Powermat, die bereits in den USA schon bekannt und verbreitet ist und in diesem Jahr auch in den deutschen Markt startet. Eine Matte, die per magnetischer Induktion an diverse Geräte Energie in den Akku schickt. Für Smartphones, wie unter anderem das iPhone, Blackberry oder htc-Geräte gibt es Schutzcases oder passende, dezente Schalen und Gehäusedeckel zur Befestigung. An iPods wurde mit einem Docking-Adapter gedacht und für Kameras oder andere Geräte mit einem Mini-USB-Anschluß gibt es einen Universal-Adapter.

Jetzt könnte man einwerfen, dass dabei jede Menge Adapter und Zusätze im Spiel sind. Doch einerseits sind die Cases beispielsweise fest am Smartphone angebracht, so dass sie nicht vergessen werden im Vergleich zum Ladekabel und Powermat strebt in Kooperationen (aktuell Nokia) an, dass kommende Gadget-Generationen bereits integrierte Receiver enthalten.

Natürlich ist es dann schön, wenn man ganz praktisch zuhause oder im Büro alle Geräte ganz bequem auf dieser Matte ablegen kann. Keine Suche oder Entwirrung der üppigen Kabelage und keine Konkurrenz um den besten heimischen Ablagespot in Steckdosennähe. Besonders spannend sind die anvisierten Integrationen der Powermat-Technologie in Wartehallen- oder Büro-Mobiliar, Nachttische, Lampen oder Flugzeugsitze.

Die faltbare, portable Matte machte auf den ersten Blick für mich wenig Sinn. Die Größe inklusive des magnetischen Case schien mir doch unterwegs nicht besonders leicht oder platzsparend im Vergleich zum Ladekabel. Doch wenn ich bedenke, wie viele Kabel sich im Ernstfall ansammeln, wie viele davon nicht den Sprung in den Koffer schaffen und wie viel eleganter der Auftritt dieser mobilen Lösung ist, überzeugt es mich.

Es sollen auch bereits Automobilhersteller, wie beispielsweise Opel von diesem Induktionssystem überzeugt sein und es in kommende Fahrzeugserien integrieren wollen.

Aktuell sieht es also ganz danach aus, als können wir in Zukunft unsere Ladekabel in der Schublade lassen, denn mit einem Preis ab 45 Euro ist auch die Home & Office Version für den privaten Nutzer erschwinglich.