Der Offliner – eine seltsame Spezies?


Gestern habe ich eine interessante Studie von ARD und ZDF entdeckt, die sich mit der unbekannten Spezies der Offliner auseinandersetzt.
Unter der Fragestellung: Wer sind eigentlich die 32,9% Offliner  (ca. 14 Millionen Menschen) in Deutschland die vom Internet abgeschnitten sind?

Allein die Fragestellung macht den gesellschaftlichen Wandel, den das WWW mit sich gebracht hat deutlich, denn der Offliner als solcher ist mittlerweile, möchte ich behaupten,  eine Minderheit, eine Randgruppe sozusagen.

  • 2/3 der Offliner sind Nicht-Berufstätige
  • Überdurchschnittlich hoch vertreten: Frauen über 60 Jahren
  • Die Offliner-Typologie spricht von zurückgezogenen, häuslichen Personen

Allerdings haben sich viele der Offliner durchaus mit dem Thema Internet beschäftigt und geben als Gründe für Ihre Entscheidung gegen das Internet an :

Ich bin allerdings sicher, dass der Offliner quasi als „bedrohte Art“ angesehen werden muss, da sich das digitale Lebensmodell nicht mehr umdrehen lässt, sondern ganz im Gegenteil rasant weiter entwickeln wird.

Und das ist auch gut so.
Durch das Internet ist es möglich geworden, weltweit, themenorientiert zu kommunizieren, ein unschätzbarer Vorteil wie ich finde.
Das Internet ist schließlich keine Einbahnstraße mehr, sondern ein Multichannel-Instrument in dem ich in dem Maße, wie ich es möchte, senden und empfangen kann, um Gedanken, Ideen über alle bisher gekannten Grenzen auszutauschen.
Sicherlich ist nicht von der Hand zu weisen das diese große Freiheit auch Gefahren birgt, was, ich möchte es mal „unlautere Nutzung“ angeht. Aber ist das nicht schlussendlich auch immer der Preis der Freiheit?