Boxee Box – frisch eingetroffen


Weihnachten beginnt bei uns dieses Jahr scheinbar etwas früher, denn nachdem kürzlich die Nachricht über die verzögerte Auslieferung des neuesten Gadgets einging, bin ich doch nun ganz beglückt, dass ich den Full HD-Medienplayer Boxee Box von D-Link hier seit Freitag Abend im Einsatz habe. Bei solch einer Gelegenheit möchte ich einen möglichst frühzeitigen, persönlichen Erfahrungsbericht natürlich nicht länger vorenthalten.

Dank Expressversand darf mein Media-Schrank sich glücklich schätzen eines der ersten Exemplare in Deutschland beherbergen zu dürfen und allein der eleganten Optik wegen, wünsche ich mir, dass wir mit dem kürzlich komplett umgeworfenen User-Interface doch alle Anforderungen dieses Haushalts optimal bedient bekommen und es wie angekündigt echte Konkurrenz zu den Systemen von Google und Apple darstellt.

Nach dem ersten Einschalten installiert sich das erste Firmware-Update direkt recht schnell und das nun etwas reduziertere Menü lässt sich über die Fernbedienung leicht begreifen und bedienen. Die 131 Apps, die uns anfangs lediglich erst zur Verfügung stehen, jedoch durch das offene, skriptbasierte System (ähnlich Plex) allerdings bald sicherlich drastisch mehr werden, liefern mir gleich so wunderbare Inhalte, wie die TED-Vorträge, Engadget-Berichte und zu den aktuellen Kino-Programmen sowie für die Zukunft angekündigten Filmen alle Trailer, die jeweils zu finden sind. Meine Lieblings-App ist auf den ersten Blick YouTube Leanback. Damit lässt sich beispielsweise ein Interpret suchen und reihenweise dessen Musikvideos genießen. Die bisherige App auf meinem webfähigen Fernseher hat das nicht annähernd so flüssig geliefert. Das Abrufen der verschiedenen Streamingangebote ist für viele Interessierte das Spannendste an dieser Box, doch für mich steht im Fokus die Mischung der verschiedenen Möglichkeiten.

Lokale Inhalte von unserem NAS werden aus der IMDB mit illustrierenden Bildern, Titel der jeweiligen Folge, Kurzbeschreibung und Bewertungen ergänzt und ordentlich nach Serien und Spielfilmen sortiert. Das Angebot der frei verfügbaren Filme birgt beim Stöbern den ein oder anderen Klassiker, doch die Verhandlungen zu lohnenswerten Premium-Inhalten laufen noch. Meine Liste unter „Watch Later“ nimmt jedoch auch ohne dieses Angebot schon eine Länge an, die mich zweifeln lässt, ob wir das über die kommenden Feiertage schaffen.

Jetzt wäre heutzutage die Mischung nicht gelungen, wenn nicht eine Möglichkeit gegeben wäre, sich in die verschiedenen sozialen Netze einzuloggen und die Übersicht der Meldungen meines Twitter-Accounts war nebenbei ganz interessant.

In die Bedienung über die Fernbedienung, die auf der einen Seite eine komplette Tastatur besitzt und auf der anderen Seite quasi ein Steuerkreuz mit den wichtigsten Hauptfunktionen, findet man sich recht gut ein. Aus meiner Sicht ist nur ein logischer Fehler unterlaufen: Während ich die Kino-Atmosphäre in meinem Wohnzimmer nachahme, ist es folglich relativ dunkel im Raum. Das Steuerkreuz ist allerdings absolut symmetrisch und daher nicht zu ertasten, welche Funktion nun an welcher Stelle ist und die Tasten besitzen auch keinerlei Hintergrundbeleuchtung.
Nun gut, an diesem Punkt lässt sich dann mit der entsprechenden App auf dem jeweiligen Smartphone behelfen, die ich bisher noch nicht getestet habe, da ich für den Anfang das Couch-Duell Funk-Fernbedienung vs. Smartphone vermeiden wollte. Hier die Video-Eindrücke:

Nach so viel Spielerei und Testen wäre es schön, wenn wir nun auch mal den Ernstfall mit einem Spielfilm proben.