Was ist ein Content Hub?

Warum ein Content Hub als Content-Struktur eine wahre Goldgrube ist

Ein Content Hub sollte die Basis jeder websitebasierten Content-Marketing-Strategie sein. Er fängt Kund:innen in allen Phasen der Customer Journey auf, strukturiert Ihre Website, stärkt Vertrauen, bindet Kund:innen und verbessert Ihre SEO. Da er eine Themensammlung ist, positioniert er Sie als Expert:in für Ihr Fachgebiet. Ein Content Hub hat somit viele Vorteile. In diesem Artikel erfahren Sie genauer, was ein Content Hub ist, was ihn besonders macht und wie Sie Schritt für Schritt Ihren eigenen Content Hub aufbauen.

Das ist ein Content Hub

Ein Content Hub ist eine Themen-Content-Sammlung. Sie kann als eigenständige Website funktionieren (zum Beispiel relaunch.de) oder in eine Brand-Webseite eingebettet sein (wie zum Beispiel die Website, auf der Sie gerade lesen). Als Content-Struktur bündelt der Hub bunt gemischt alle Content-Pieces zu einem Thema: Artikel, Podcasts, Infografiken, Videos und vieles mehr – alles auf einer Website. 

Eine Hauptseite teasert die Unterthemen an und auf der jeweiligen Unterseite wird dann detailliert über die spezifischen Themen geschrieben. Ob Mode, Kaffee, Kunst oder Handwerk – der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, abgesehen von der übergeordneten Content-Marketing-Strategie. Der Content Hub umfasst normalerweise zwischen fünf und zwanzig Seiten, kann aber auch kürzer oder sehr viel länger sein. Die Besonderheit bei einem Content Hub sind Verlinkungen: Die Hauptseite verlinkt alle Unterthemen und alle Unterseiten verlinken sowohl aufeinander als auch auf die Hauptseite zurück – manchmal auch auf noch detailliertere Seiten wie Glossareinträge.

EEAT: Vorteile des Content Hub

EEAT steht für Experience, Expertise, Autorität und Vertrauen (Trust). All das erreichen Sie mit einem Content Hub. Durch vielfältige Inhalte präsentieren Sie sich als Expert:in mit Fachwissen. Das hat viele Vorteile:

  • Es stärkt Vertrauen: Der hohe Umfang an Content fördert das Vertrauen in Ihre Expertenmeinung und erhöht (wenn es eine Suchnachfrage gibt) die Sichtbarkeit Ihrer Marke. Nicht nur Kund:innen vertrauen Ihrer Expertenwissensammlung – auch Google bevorzugt Content Hubs. Indem Sie sich als Expertin oder Experte in Ihrer Nische beweisen und guten Content veröffentlichen, können Sie auch mit einer kleinen Website erfolgreich sein. Wichtig ist die Fokussierung auf ein spezielles Thema.
  • Lange Verweildauer: Kund:innen wählen selbst aus, welchen Content sie ansehen möchten und wie tief sie eintauchen wollen. Wie bei Wikipedia können sich die Interessent:innen immer weiter durchklicken. Durch die Vielfalt an Themen und Formaten steigt die Verweildauer und die Absprungrate sinkt. Angebote wie ein Newsletter binden Kund:innen zusätzlich an Ihre Marke.
  • Ordnung: Für Kund:innen kann es nervig sein, Informationen von verschiedenen Quellen zusammenzusuchen. Ein Content Hub bündelt alle Inhalte an einem Ort und gibt Ihnen die Kontrolle und Übersicht. Im besten Fall können Nutzer:innen Beiträge schnell wiederfinden und direkt zu Produkten in den Shop springen.

Content Hubs können wahre SEO-Wunder sein

Die thematisch passenden, weiterführenden internen Verlinkungen der einzelnen Content Pieces wirken sich positiv auf die Sichtbarkeit Ihrer Website aus – sie ranken tendenziell für mehr Keywords. Das steigert die Reichweite des Content Hubs und sorgt für mehr Traffic auf Ihrer Website. Der Content Hub ist somit eine SEO-Goldgrube. Außerdem bevorzugt Google Webseiten mit spezifischen Themen und pusht diese entsprechend.

Sie präsentieren sich auf Ihrem Content Hub als Expert:in und werden (im besten Fall) von anderen auch so wahrgenommen. Der Content Hub zieht automatisch organische Backlinks an. Das bedeutet, andere Creator verweisen in eigenen Beiträgen auf Ihre Website und verlinken Ihren Content. Auf diese Weise erhöht sich Ihre Reichweite organisch. Tipp: Backlinks entstehen vor allem auf Content Hubs mit guten Infografiken und Thought Leadership Content.

„Google liebt Themen, es ist nicht wichtig, immer nur nach Keywords zu optimieren, sondern vor allem, sich Themen anzuschauen und für Themen zu optimieren.“

Jannik Schubert, Search Effect – der SEO Podcast

Praxisbeispiel: So starten Sie Ihren Content Hub

Schritt 1: Der Kontext – was ist mein Oberthema? 

Überlegen Sie sich, für welches Thema Sie bereits Expertise haben oder als Marke sichtbar werden möchten. Langlebige Wissensthemen eignen sich am besten. Unser Content Hub befasst sich beispielsweise mit Content Marketing und allen dazugehörigen Randthemen.

Schritt 2: Die Keywordrecherche – was interessiert Menschen?

Begeben Sie sich auf Detektivsuche: Was interessiert die Menschen zu diesem Thema? Wonach suchen sie? Die Keywordrecherche bestimmt die ersten Unterthemen Ihres Content Hubs. Suchen Sie nach Long Tail Keywords und erstellen Sie zu jedem Thema erste detaillierte Artikel. Der Artikel, den Sie jetzt gerade lesen, ist die „kleinste“ Ebene unseres Content Hubs über Content Marketing.

Schritt 3: Alten Content recyclen – was hat sich schon bewährt?

Es muss nicht immer alles neu sein: Überlegen Sie, welchen guten Content Sie bereits haben, und optimieren Sie diese Beiträge für den Content Hub. So können Sie alte Inhalte ganz einfach wiederverwerten.

Lassen Sie sich von anderen Content-Kanälen inspirieren: Was lief gut auf Social Media? Welche Fragen beantwortet Ihr Kundendienst immer wieder?

Schritt 4: Als Expert:in positionieren – wer sind die Gesichter hinter den Inhalten?

Erstellen Sie neben dem recycelten Content auch neue, frische Beiträge rund um das Oberthema. Auf diese Weise können Sie aktuelle Trends und Nachfragen aufgreifen und sich immer wieder als Spezialist:in positionieren. Sie könnten beispielsweise einen Artikel über Beschallungstechnik im Supermarkt schreiben oder ein Video über die beste Art, Butterbrote zu schmieren, drehen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos! Bleiben Sie aber bei einem Themenbereich, um als Kenner:in ernst genommen zu werden. Was macht es mit Ihnen, wenn wir sagen, wir sind die weltweit führenden Expert:innen für Tischtennisplatten, klassische Musik und japanische Küche? Richtig: Es ist unglaubwürdig, denn es ist passt nicht zusammen.

Schritt 5: Die richtige Seitenstruktur – wie hängt alles strukturell zusammen?

Achten Sie unbedingt auf eine intuitive Struktur Ihrer Website. Die Nutzer:innen sollten sich niemals fragen: Wie komme ich weiter? Was muss ich jetzt tun? Was ist jetzt passiert? Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit sind das A und O. Die Hauptseite stellt die Unterthemen jeweils mit einem kurzen Text vor und verlinkt auf diese. Sie soll die Besucher:innen auf die jeweiligen Unterseiten locken. Von den Unterseiten gelangen Nutzer:innen dann wieder auf die Hauptseite zurück.

Schritt 6: Verlinkungen – wie hängt alles thematisch zusammen?

Ebenfalls sehr wichtig bei einem Content Hub sind interne Verlinkungen. Es sollte unbedingt eine Möglichkeit geben, auf die Hauptseite des Hubs zurückzukehren – am besten durch Breadcrumbs oder die Hauptnavigation. Verlinken Sie auch einzelne Beiträge untereinander und bauen Sie so ein Netzwerk aus Verlinkungen auf. Denken Sie an Wikipedia: Dort ist wirklich alles miteinander im jeweiligen Eintrag und darüber hinaus verlinkt. Das geht beispielsweise durch Erwähnungen der anderen Artikel im Text oder mit Teasern am Ende eines Beitrags.

Tipp: Integrieren Sie Share-Buttons, dann können die Nutzer:innen den Content direkt in den sozialen Medien teilen.

Fazit 

Ein Content Hub ist eine gute Art und Weise, bereits veröffentlichte und neue Inhalte übersichtlich und nutzerzentriert zu präsentieren. Durch Expertenwissen locken Sie Nutzer:innen auf Ihre Website, die idealerweise treue Kund:innen werden. Sie erhöhen durch gute SEO und Backlinks Ihre Markensichtbarkeit. Wir sind der Meinung, dass Sie zu (fast) jedem Thema einen Content Hub erstellen können – worauf warten Sie also noch?

Lernen Sie uns kennen!