Knapp 50.000 neue Impressionen: Wie der Verein „Unternehmen für Bremen“ seine Social-Media-Kommunikation um persönliche Stimmen erweitert
Sagt mal, wie können wir unsere digitale Kommunikation weiterentwickeln? Und wie können wir Bremen als Arbeitsstandort bei potenziellen Bewerber:innen noch sichtbarer machen? Mit diesen Fragen kam Franca Reitzenstein, Vorsitzende beim Unternehmen für Bremen e.V. (auch brem.jetzt), auf uns zu.
Unternehmen für Bremen war bereits in den sozialen Medien aktiv. Gemeinsam wollten wir auf dieser Arbeit aufbauen, die Kommunikation strategisch weiterentwickeln und um persönliche Perspektiven ergänzen. Denn Menschen, die in Bremen leben und arbeiten, können besonders glaubwürdig zeigen, was den Standort ausmacht. Seit April 2026 ergänzt Thought Leader Content auf LinkedIn die bestehende Kommunikation. So erreichen die persönlichen Geschichten und Standpunkte der Vereinsmitglieder zunehmend Menschen in Bremen und weit über die Stadtgrenzen hinaus.
50 Unternehmen, viele Perspektiven und ein gemeinsames Ziel
Unternehmen für Bremen e.V. (auch brem.jetzt) bündelt als Wirtschaftsverein die Stimmen von ca. 50 Mitgliedsunternehmen für den Standort Bremen. Die Vorstandsmitglieder leiten die Kommunikation – als Engagement neben ihrem eigentlichen Hauptjob.
Die digitalen Kanäle waren bereits etabliert. Das Problem: verschiedene Meinungen und viel Input, aber wenig Zeit für die tatsächliche Umsetzung. Der nächste Schritt sollte die Kommunikation noch kontinuierlicher und persönlicher machen. Mit Content, der die richtigen Menschen erreicht: Potenzialträger:innen sowie Fach- und Arbeitskräfte, die wir von der Hansestadt als Standort zum Leben und Arbeiten überzeugen möchten. Wir sind selbst Mitglied im Verein. Seit April 2026 machen wir auch die Kanäle.
Thought Leader Content: Reichweite durch persönliche Standpunkte
Als Thought Leader positionierst du dich und dein Unternehmen als Experte oder Expertin in deinem Fachgebiet. Wir helfen dir dabei, durch interessante Inhalte, Fachartikel und Gespräche deine Expertise zu zeigen. So gewinnst du das Vertrauen deiner Zielgruppe und stichst aus der generischen Inhaltsmasse hervor. Thought Leadership stärkt deine Marke und zieht auch qualifizierte Leads und potenzielle Mitarbeiter:innen an.
Wir helfen dir zu einer LinkedIn-Präsenz, die deine Zielgruppe erreicht
Was in vier Monaten Thought Leader Content passiert ist
Das Ergebnis der Zusammenarbeit spricht für sich: Innerhalb der ersten vier Monate ist Francas LinkedIn-Reichweite auf ca. 49.000 Impressionen gestiegen. Der tatsächliche Erfolg sind aber vielmehr der Austausch und das Interesse am Standort Bremen und die Stimmen aus der Wirtschaft:
- Podcast-Einladungen,
- direktes Feedback aus dem Umfeld,
- Vernetzungsanfragen großer Unternehmer:innen,
- Nachrichten von Menschen, die nach Bremen ziehen möchten.
Die Leitidee: Wir reden über das Leben und die Arbeit in Bremen. Der Content in den Vereinskanälen auf Instagram und LinkedIn soll über Veranstaltungen, Jobs und das Leben in der Hansestadt informieren. Daneben erarbeiteten wir eine Thought-Leadership-Strategie: Wir wollen die persönlichen Erfahrungen auf LinkedIn teilen – allen voran die der Vorstandsmitglieder Franca Reitzenstein, Frauke Meyenberg und Oliver Ladeur. Sie werden als Expert:innen für Bremen als Wirtschaftsstandort, Karriere und Unternehmertum positioniert. Mit Meinungen zu echten Themen wie Führung, Netzwerken und Fachkräftemangel.
Thought Leader Content sollte vor allem eines: möglichst persönlich Haltung zeigen. Dafür führen wir Interviews mit den Vorstandsmitgliedern – 30–45 Minuten Gespräch für bis zu 8 Posts. Also Futter, um für einen Monat das empfohlene Intervall von zwei Posts pro Woche einzuhalten. Den Rest übernehmen wir: Aus Interview wird Hook, aus Hook wird Text, aus Text wird ein Creative mit Bild – abgerundet in der persönlichen Sprache der Mitglieder. Die Mitglieder teilen den Content über ihr persönliches Profil, wir reposten mit dem Vereinskanal und schaffen damit eine digitale Verbindung.
Echte Fragen sammeln, dann ehrlich posten
Was bietet mir Bremen nach Feierabend? Kann ich meine Kinder mit gutem Gewissen auf eine Bremer Schule schicken? Sind Bremer wirklich so kühl, wie es das Klischee beschreibt? Wie finde ich Anschluss? Und was mache ich, wenn mir der Job, für den ich nach Bremen gehe, doch nicht gefällt?
Menschen, die mit dem Gedanken spielen, nach Bremen zu ziehen, haben einige Vorbehalte. Genau da knüpfen wir mit dem Thought Leader Content an. Wir erzählen nicht irgendwelche Geschichten, sondern die Geschichten der Vereinsmitglieder: Wir berichten von ihren Erfahrungen in Bremen, wie sie ihr Netzwerk aufgebaut haben und warum sie eigentlich in der schönsten Hansestadt geblieben sind. Wir haben versucht, die Menschen da draußen zu verstehen, und reagieren mit klarem Standpunkt und ehrlichen Antworten.
„[…] An jenem Praktikumstag hatte mich mit dem Auto durch die relativ unansehnliche, großstädtliche Bahnhofsvorstadt gekämpft (aber schön, dieses Bahnhofsgebäude!) […]
Und dann war sie da: die Bismarckstraße.
Mit ihren wunderschönen Bremer Häusern in unterschiedlichen Farben, etwas Gewusel, mit Leben, mit Ecken und Kanten – und auch mit einigen atemberaubenden Architektursünden. […]“
„[…] In einer Rolle mit Führungsverantwortung ist es Gold wert, wenn Umfeld und Netzwerke Rückenwind geben. Verständnis zu haben, zu helfen, Tipps und Insights, Hands-on-Unterstützung von Freund:innen, Nachbar:innen und Kolleg:innen – diese Unterstützungskultur erlebe ich in Bremen seit Jahren. Kein Wunder vielleicht: Über ein Fünftel der Familien in Bremen haben alleinerziehende Mütter oder Väter. Da muss man einander einfach unter die Arme greifen. […]“
„[…] Und dann schaust du nach Bremen: Ja, auch hier ist Wohnen teurer geworden.
Aber im Vergleich zu anderen Großstädten ist es immer noch erstaunlich gut. Hier ist ein Eigenheim für viele noch möglich.
- Aber wenn ich ehrlich bin, geht es nicht nur ums Geld.
- Es geht um Lebensqualität. Gerade für Familien. […]“
Die Lösung für Aufmerksamkeit auf LinkedIn? Persönliche Einblicke!
Der bislang erfolgreichste Post? Franca teilt ihre Meinung zur Teilzeit – und dass da noch viel mehr dranhängt als die Zeit auf der Stempeluhr. Selbst alleinerziehende Mutter, hat Franca Kind, Ehrenamt und Karriere unter einen Hut gebracht. Mit Höhen und Tiefen, aber immer unterstützt durch ein starkes Netzwerk. Das sind die echten Einblicke, nach denen sich Menschen sehnen. Kein Schönreden der Umstände, sondern authentische Perspektive. Eine klare Meinung, die für über 600 Reaktionen und 25 Kommentare sorgt – rein organisch.
„[…] Deshalb verbinde ich Teilzeit nie automatisch mit weniger Ambition, weniger Verantwortung oder weniger Karrierepotenzial. Arbeitszeit sagt erst einmal nur etwas über verfügbare Stunden aus. Nichts über Kompetenz. Nichts über Engagement oder Führungsqualitäten. Und schon gar nichts darüber, was Menschen leisten können. […]“