Ein Ziel kann nach Verpflichtung klingen – aber auf Social Media gibt es dir die Richtung vor. Ein konkretes Ziel nimmt dir Arbeit ab, denn es sagt dir auch, was du sein lassen kannst: Nicht jeder Kanal muss bespielt und nicht jeder Trend mitgenommen werden.
Warum „mehr Sichtbarkeit” allein noch kein Ziel ist – und wie du daraus etwas machst, das du messen kannst: In dieser Ausgabe erfährst du, welche Angaben für eine konkrete Zielbeschreibung nötig sind, wie du den passenden Social-Media-Kanal findest und wie das in einem Bremer Kundenprojekt aussieht.
„Wir brauchen Social Media.” „Wir wollen mehr Sichtbarkeit.” Solche Sätze hören wir in Erstgesprächen ziemlich häufig. Falsch ist daran nichts, und als Agentur müssten wir sie eigentlich gut finden. Sie benennen aber weder die Zielgruppe, die das Unternehmen wahrnehmen soll, noch eine Kennzahl, an der sich ablesen lässt, ob die Arbeit etwas bewegt. Als Ziele wären diese Wünsche unvollständig.
Dein Ziel beginnt nicht auf Social Media
Deshalb gehen wir erst einmal einen Schritt zurück. Dein Ziel beginnt bei der Frage, was dein Unternehmen erreichen will – eine Stelle besetzen, einen zweiten Vertriebsweg aufbauen oder Bestandskund:innen halten. Das ist das Geschäftsziel, und es gilt unabhängig vom Kanal. Erst daraus kannst du ableiten, was Social Media dazu beitragen soll. Zwei Angaben machen daraus ein Ziel.
Nehmen wir als Beispiel das Geschäftsziel, eine Stelle zu besetzen:
- Die Zielgruppe. Wen willst du erreichen, und was soll diese Gruppe künftig über dich wissen oder tun? → Fachkräfte in der Region sollen dein Unternehmen als Arbeitgeber kennen und sich bewerben.
- Die Kennzahl. Welche Zahl passt zu diesem Ziel, und welcher Wert soll bis wann erreicht sein? → Fünf Bewerbungen pro Monat über Instagram statt heute zwei, erreicht in sechs Monaten.
Viele Nutzer:innen – aber sind es deine?
Laut der ARD/ZDF-Medienstudie 2026 nutzen 40 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland Instagram mindestens wöchentlich, 8 Prozent LinkedIn. Für ein Unternehmen, das Fachkräfte erreichen will, kann trotzdem der kleinere Kanal der richtige sein. Plattformanteile sagen nichts darüber aus, wo deine Zielgruppe zu erreichen ist.
Deinen Kanal wählst du zuletzt
Wo ist deine Zielgruppe schon? Die Antwort steht in deinen eigenen Daten: Woher kommen die Zugriffe auf deine Website, woher die Anfragen, was hörst du in Gesprächen? Das ist belastbarer als eine Plattform-Statistik. Willst du deine Zielgruppe genauer fassen? Dann arbeite mit Personas.
- Welche Aufgabe übernimmt der Kanal? Jeder Kanal bekommt eine eigene Rolle und zahlt anders auf deine Kennzahl ein. Der eine Kanal kann fachliche Inhalte erklären, der andere die Menschen zeigen, die dahinterstehen.
- Was kannst du dauerhaft leisten? Wer produziert die Inhalte, wer antwortet auf Kommentare? Diese Frage entscheidet, wie viele Kanäle überhaupt möglich sind.
Wer Immobilienanzeigen durchscrollt, hat bestimmte Fragen im Kopf: Kann ich mir das leisten? Wie viel Eigenkapital brauche ich? Welche Nebenkosten kommen dazu? Genau darum geht es auf dem Instagram-Kanal der Sparkasse Bremen zur Baufinanzierung.
Ein Kanal für ein Thema
Dahinter steckt eine strategische Entscheidung: ein eigener Kanal für die Baufinanzierung statt des großen Sparkassen-Accounts. Wer mehr wissen will, landet auf der Landingpage und bucht dort ein Beratungsgespräch.
Klick dich mal rein – hier geht’s zum BauFi Insta-Kanal der Sparkasse Bremen → @baufi_spk_bremen auf Instagram