Olymp der markanten Marken

Der feste Begriff als Status

Was ist die höchste Auszeichnung für den Bekanntheitsgrad einer Marke? Ein klares Zeichen ist sicher, wenn der Name als Deonym für den Produkttypus verwendet wird. Die Überflieger dieser Klasse erreichen sogar die häufigere Verwendung des Markentitels im Vergleich zur Nennung des eigentlichen Namens des Gegenstandes.

  • Ein Paradebeispiel ist ohne Zweifel, dass man gern von Schnupfnasen gefragt wird „Hätten Sie ein Tempo für mich?“, anstelle der Frage nach dem Taschentuch.
  • Oder wird eine Folie, Hochglanzoberfläche, CD oder Ähnliches beschriftet, wird frei von Mißverständnissen nach einem Edding verlangt. Genau genommen bin ich eigentlich noch nie nach einem „wasserfesten Stift“ gefragt worden.
  • In meiner geliebten Gattung der Werkzeuge wird ebenfalls gern direkt mit einer Hilti die Wand durchbrochen, statt den Begriff des Bohrhammers zu nutzen.
  • An manchem Frühstückstisch wird darum gebeten, die Rama zu reichen, obwohl eigentlich einer der Konkurrenten auf dem Tisch steht.
  • Und das bekannte Bremer Beck´s wird ebenso direkt per Markennamen geordert und ersetzt auch in weiten, nicht deutschsprachigen Teilen gern den Bier-Begriff.
  • Würde ich meiner Katze einen Einkaufszettel schreiben, dann macht es ebenfalls wenig Sinn, wenn ich ganz allgemein Katzenfutter notiere, wenn sie doch sowieso Whiskas kauft.
  • Und last but not least wird heutzutage kaum noch eine „Suchmaschine verwendet“, da jeder googelt.

Als ich losschrieb, nahm ich nicht an, dass der Zirkel dieser Marken-Gruppe bereits so groß ist. Und wir können die Liste sicher noch um einige Zeilen verlängern.