Das größte Business-Netzwerk LinkedIn steht auf den Marketing-To-do-Listen vieler Unternehmen ziemlich weit oben – da bleibt es dann aber auch häufig stehen. Dabei beginnt die Customer Journey deiner Kund:innen genau dort. Und zwar mit der Frage, mit wem man es zu tun hat. Wer die Plattform strategisch nutzt und aktiv bespielt, hat einen Ort für Geschichten aus dem eigenen Unternehmen. Das Fachwissen der Organisation wird von außen sichtbar.
In dieser Ausgabe erfährst du, wofür sich ein strategisches LinkedIn-Marketing lohnt, wie ein Unternehmen wertvolle Insights teilt und was gerade auf LinkedIn zählt.
LinkedIn ist im Mittelstand noch nicht in der Marketing-Routine angekommen: Nur jedes vierte Unternehmen betreibt seine Unternehmensseite aktiv. Ein weiteres Viertel hat eine Seite, auf der nichts passiert: korrekt ausgefüllt, aber still. Der Kanal wirkt aber nicht über nackte Zahlen und Fakten, sondern über Menschen.
Unternehmensseite und Personenprofil – wer macht was?
Die Unternehmensseite ist der Ort zum Nachschauen: Was macht die Firma, wie groß ist sie, welche Stellen sind offen? Reichweite entsteht dagegen auf den Personenprofilen – weil die Reaktionen der User:innen die Beiträge am Laufen halten.
Sichtbar wirst du über Menschen, überprüfbar über die Seite.
Die Unternehmensseite auf LinkedIn sind mehr wie eine Landingpage zu verstehen, die persönlichen Profile der Mitarbeitenden wie Botschafter.
Wofür lohnt sich der Aufwand?
- Recruiting: Offene Stellen stehen auf der Unternehmensseite, das Team teilt sie im eigenen Netzwerk – so sehen sie auch Menschen, die gerade nicht danach suchen.
- Vertrieb: Einkauf, Geschäftsführung und Fachabteilungen recherchieren über ihr Gegenüber. Gesichter und Informationen über Rolle und Arbeitsweise verkürzen den Vertrauensaufbau – wenn die LinkedIn-Arbeit relevant und klar ausgerichtet ist.
- Markenimage: Wahrgenommen wird ein Unternehmen über seine Fachleute – über Einblicke in deren Projekte, ihre Beiträge zu Branchenthemen und Kommentare bei anderen.
Händetrockner oder Papierhandtuch: Was ist hygienischer? Und wie wird aus Elefantengras Toilettenpapier? Mit Fragen wie diesen ist Satino auf LinkedIn unterwegs. Die Marke für professionelle Waschraumhygiene gehört zum internationalen Familienunternehmen WEPA – einem der drei größten Hygienepapier-Hersteller Europas.
Fachwissen schlägt Produktblatt
Mit englischsprachigen Kanälen auf LinkedIn und Instagram erreicht Satino genau die Menschen, die über die Ausstattung von Waschräumen entscheiden, beispielsweise in Schulen, Hotels und Gastrobetrieben.
Videos und Karussells liefern Einblicke aus der Papierfabrik, Interviews und Antworten auf Fragen aus dem Arbeitsalltag.
Seit 2025 betreuen wir Satino strategisch und operativ im Social-Bereich sowie beim Website-Content. Seit 2026 zusätzlich mit Anzeigen. Besonders auf LinkedIn wirken echte Einblicke: Beiträge von Messen und aus der Produktion – überall dort, wo Mitarbeitende sichtbar beteiligt sind.
Joy-Marie Heuer, Redaktion & Social-Media-Management
Instagram, LinkedIn, TikTok oder YouTube?
Als Social-Media-Agentur denken wir Content kanalspezifisch und strategisch. Auf Wunsch übernehmen wir dein komplettes Social-Media-Management – oder genau den Teil, den dein Team nicht selbst stemmen kann.
LinkedIn – good to know!
Du möchtest die eigene Marke auf LinkedIn stärken oder besser präsentieren? 4 Punkte sind dabei gerade wichtig:
- Der Algorithmus erfasst Inhalte.
LinkedIn hat 2026 sein Ranking grundlegend umgebaut. Die Plattform bewertet inzwischen, worum es in einem Beitrag geht, statt nur Reaktionen zu zählen. Begriffe, nach denen gesucht wird, gehören in den Text. - Relevanz zählt mehr als Aktualität.
Beiträge werden auch Wochen nach dem Erscheinen noch ausgespielt (ein langes „shelf life“). Ein erklärender Beitrag arbeitet damit länger als eine Nachricht – das senkt den Druck auf die Frequenz. - Reichweite ist keine belastbare Kennzahl.
Die Sichtbarkeit pro Beitrag ist 2025 deutlich gesunken, während sich der Feed mit KI-Texten füllt. Aussagekräftig sind Kommentare, Profilaufrufe – und letzlich relevante Anfragen, die im Vertrieb ankommen. - Wenige Themen, wenige Formate.
Zwei bis drei Themenfelder und ein bis drei Formate genügen. LinkedIn ordnet Absender ihren Themen zu – wer über alles schreibt, wird für nichts gefunden.