Wo entstehen die guten Ideen?


TED-Vortrag von Steven Johnson

Der Gründer eines der ersten Online-Magazine und Bestseller-Autor Steven Berlin Johnson zeigt unter anderem in seinem knapp 18-minütigen, inspirierenden TED-Beitrag, wie beispielsweise Kaffee-Pausen, der Sputnik und die heutige GPS-Führung in den nächsten Coffee-Shop miteinander verbunden sind.

Seiner Ansicht nach ist eine Idee weniger als der eine erhellende Moment, sondern eher als Netzwerk auf elementarer Basis zu verstehen. Ein neues Verbindungskonstrukt formiert sich, dass zwischen den Hirnzellen konstruiert wird und so vorher noch nicht dagewesen ist.

Die große Frage wäre somit, unter welchen Umständen lassen sich diese neuen Verbindungen am leichtesten zusammenfügen. In welcher Umgebung begünstigt man das Heranreifen von Innovationen?

Laut einer Analyse diverser wissenschaftlicher Teams wird der Moment der klaren Idee, in dem sich alles zusammenfügt, nicht in konzentrierten Augenblicken über das Mikroskop gebeugt geschildert, sondern mehrheitlich am Konferenztisch in großer Runde, wenn beispielsweise gerade Hürden und Probleme besprochen und ausgetauscht werden.

Somit stünde laut Johnson „connecting vs. protecting“ und die heute üblichen, geschlossenen Firmen-Strukturen behindern im Vergleich zu offenem Austausch.

Steven Johnson plädiert im Laufe seines Vortrags für eine chaotische Umgebung, wie in den ersten Kaffeehäusern, als optimale Ideengeburtsstätte. Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass dies auch die permanent optimale Arbeitsumgebung ist. Wie so oft im Leben ist hier wohl die ausgewogene Mischung gefragt. Vor meinem inneren Auge formt sich eine Kombination aus Clean Desk, organisiert mit GTD und regelmäßigem Austausch in anregenden, vielfälltigen Runden.

Das Chaos beziehungsweise das Netzwerk als Filter der erarbeiteten Informationen.