Unternehmenswebsites DSGVO – konform ohne Cookiebanner

Richtig: Dieser Artikel handelt davon, wie man Unternehmenswebsites DSGVO-konform ohne Cookiebanner erstellt – und sich dabei trotzdem in keiner rechtlichen Grauzone befindet.

Wie das geht? 

Ganz einfach. Wir haben uns nach eingehender Überlegung entschlossen, alle Tracker aus unserer eigenen Seite zu entfernen. Wir als Internet-, Content-Marketing- und Kampagnenagentur und Verfechter der digitalen Zeit haben uns entschieden, nicht in die Grauzone zu gehen, sondern nach vorne – und Farbe zu bekennen. Wenn aktuell kein seriöser Jurist sagen kann, Tracker und Cookies sind rechtlich eindeutig so und so erlaubt und niemand weiß, was man sicher darf und was nicht – machen wir vorerst nicht mehr mit. 

"Wir haben alle Tracker und Cookies von unserer Website entfernt."

Wir finden Tracker sinnvoll. Denn die meisten Marketingdaten sind nützlich für den Werbetreibenden – und für den Nutzer. Aber an die neuen Gesetze wollen wir uns  selbstverständlich halten. Und bis die großen Internetfirmen oder die EU rechtssichere Lösungen gefunden haben, nutzen wir kein Google Analytics, Facebook Werbepixel, Adobe Schriften und vieles andere mehr. Es ist ein befreiender Schritt. Er macht uns unabhängig und lässt uns das Thema ganz neu durchdenken.

 

Die DSGVO ist eine Zäsur

Alles muss raus, und dann sehen wir, wie sich die neuen Regeln tatsächlich auswirken – und welche Folgen sie haben werden. Dann haben wir die nötige (rechtliche und praktische) Entscheidungsgrundlage – und wir wissen, wie wir Datensparsamkeit umsetzen, welche Strukturen in Zukunft genutzt werden (dürfen) und welche unter der teilweise überfälligen Regulierung durch den Gesetzgeber von Internetnutzern akzeptiert sind. Wir reihen uns bewusst nicht ein in die Kritiker der Datenschutz-Verordnung und auch nicht in die der Bekämpfer der Trackingtools und Datensparer. Denn wir geben offen zu: Wir wissen noch nicht, was der richtige Weg ist. Wir denken das (für uns) ganz neu. Wir gehen einen Schritt zurück und finden unseren Weg durch eine der wichtigsten Fragen der digitalen Zeit:

Welche Daten sollten gesammelt werden, um weiterhin effizient und effektiv im Internet Kunden zu gewinnen?

Bis dahin wird aber ehrlich gesagt auch nicht viel passieren. Warum? Weil Facebook immer noch da ist und wir dort unsere Inhalte an genau die Leute pushen können, die wahrscheinlich Interesse daran haben. Und weil in der Google-Suchmaschine immer noch Menschen nach unseren Dienstleistungen suchen und auf unsere Seite geleitet werden.

Die DSGVO ist wahrscheinlich eine gute Sache, denn sie bringt alle dazu, das Thema ernst zu nehmen und neu zu durchdenken. Vielleicht ist sie nur nicht benutzerfreundlich genug.

Nicht alles was geht, ist gut.
Und nicht alles was gut ist, geht.

In diesem Sinne können wir nun auf einen Cookiebanner verzichten, der eine komplett sinnfreie Erfindung ist, denn nach der zehnten Wiederholung klicken die meisten automatisch entweder auf JA oder NEIN und entscheiden sich nicht wirklich aktiv. Leider müssen wir auch auf die schönen Schriften verzichten, die wir gerne nutzen würden – aber in der Konsequenz unserer Entscheidung können wir die Tracker der Schriftenanbieter im Moment auf unserer Seite auch nicht gebrauchen. Wir hoffen, dass wir das bald wieder ändern können.

PS: Wenn Sie (nichtjuristische) Fragen zum Thema haben, melden Sie sich gerne bei uns.