Sympathie der Zielgruppe gewiss


Bierautomat mal anders

Manchmal stößt man auf Clips und sagt sich am Ende: Klasse Video, aber von wem stammt das gute Stück doch gleich? Im ersten Moment erhielt ich also auch bei diesem Spot den Eindruck „Ziel verfehlt“, da ich den Absender erraten musste. Doch die gesamte Aktion, die hier geschildert wird, ist für den Absender auch unüblich:

Gut, der Getränkehersteller AmBev wird in Südamerika oder das Produkt unter Bierliebhabern schneller als Begriff ins Auge fallen und zugeordnet werden als eben in meinem Fall. Als zu Beginn des Videos von „wir“ gesprochen wird, hatte ich bei der vorab erwähnten Nulltoleranz-Politik in Brasilien zuerst die Landesführung, entsprechende Gemeinden oder eine Taxi-Gesellschaft im Sinn. Dass sich jedoch der Bierproduzent mit einem Apparat, wie dem Antarctica Breathalyzer, und Investitionen in Taxi-Fahrten für seine Kunden ins Zeug legt, überraschte mich.
Sich allerdings mit so großem Aufwand um die Sicherheit der Bierkonsumenten zu bemühen, hinterlässt bei Beteiligten und Beobachtern einen dicken Pluspunkt für die Marke. Nicht nur Hinweise und Apelle zu erteilen, sondern sich aktiv an den Kosten der alternativen Heimfahrt zu beteiligen, ist eine ansprechende Methode abseits des erhobenen Zeigefingers.

Die Eyecatcher und somit das vorrangige Thema sind zudem geschickt gewählt, so dass auch die bereits vielfach Verköstigten durch die Optik und einer simplen Botschaft „Vorsicht Fehleinschätzung“ gezielt angesprochen werden und sich im Anschluss sicherlich erneut zur Marke hingezogen fühlen.

Allen anderen ebenfalls Mehrwert am Automaten zu bieten, durch die Bestätigung im Test, dass der Promillwert tatsächlich gleich null ist, ist natürlich ebenso von Vorteil. Mal ganz abgesehen davon, dass die Umstehenden von der gelieferten Show auch ganz ohne persönliche Teilnahme zusätzliches Entertainment geliefert bekommen.

(via Scary Ideas)