Unsterbliches Storytelling


Bewegte Geschichten, die bewegen

Ich liebe Gruselgeschichten. Die feine Spannung, die immer stärker wird. Gänsehaut. Bis jeder Schatten doppelt auf seinen Ursprung geprüft wird… Und dann die eisig kalte Hand auf der Schulter. Wer war das? Ja, das wüsste ich heute noch zu gerne, wer mir damals im Kino diesen Streich gespielt hat. Diesen Moment und die Geschichte werde ich nie vergessen und der gesamte Saal wahrscheinlich ebenfalls nicht.

Solche Effekte geben einer Geschichte den besonderen Kick. Begleitende Aktionen, die den Abstand des Zuschauers oder des Lesers zur Handlung verringern. Wo früher dem Erzähler Fackeln zur Verfügung standen und Geschichten uns lange Zeit überwiegend auf Papier begleiteten, haben wir heute Kameras, Smartphones oder Tablets quasi ständig zur Hand, um dem was wir erzählen Fakten, aber auch allerhand Blumiges hinzuzufügen.

Joe Sabia illustriert seinen TED Vortrag mit Funktionen auf seinem iPad. Er zeigt in knapp 4 Minuten die Geschichte der bewegten Bilder und versetzt den Vortrag selbst in Bewegung.

Wer also Menschen mit Geschichten bewegt, frönt einer uralten Kunst. Wer Geschichten in Bewegung setzt, muss mit einer immer schneller voranschreitenden Evolution Schritt halten. Und der Zuschauer zunehmend auf der Hut sein oder in meinem Fall beim Genießen der Geschichte mit dem Rücken zur Wand sitzen.

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