picnic Festival in Holland


Das klingt nach Rock‘n‘Roll

Vergangene Woche haben wir die picnic in Amsterdam besucht. Diese Veranstaltung hebt sich bereits von anderen ab, indem man sich selbst als Festival und nicht als Konferenz bezeichnet. Dies wird einem auch sofort klar, wenn man das Festivalgelände an der Westergasfabriek betritt, dessen Mittelpunkt ein großes Zelt ist.

Das Programm war vielversprechend mit vielen internationalen Speakern. Besonders gefallen hat uns am zweiten Tag ein Vortrag mit dem Titel „Redesign Memories“ von Aza Raskin (Firefox Designer). An praktischen Beispielen demonstrierte Raskin wie einfach sich menschliche Erinnerungen manipulieren lassen und wie Werbetreibende diese bereits nutzen und wahrscheinlich im Rahmen der neuen Medien in der Zukunft nutzen werden.
In einem Szenario wurden gezielte Fotomontagen innerhalb von Netzwerken zur Manipulation von Erinnerungen benutzt. Bilder aus dem Bekanntenkreis werden als Realität betrachtet, da man diesen Personen im Normalfall vertraut. Tauscht man zum Beispiel auf einem Partybild das Label auf Bierflaschen aus, und schickt dieses Bild an Personen, die an dem Event teilgenommen haben, so wird der Inhalt des Fotos für einen signifikanten Prozentsatz zur Realität.

Der Moderator Jon Rosenfeld führte mit viel Witz durch das Program und verstand es, das Auditorium mit seinen teils ironischen Kommentaren zwischen den Slots bei Laune zu halten.

Im Gegensatz zu einigen anderen Veranstaltungen auf denen wir dieses Jahr schon waren, hat uns die Qualität der Präsentationen, bei den Vorträgen, die wir uns angesehen haben beeindruckt. Manchmal ist weniger eben mehr – Stichwort Reduktion. So schafften es Präsentatoren wie Autor Jeff Jarvis, Foursquare-Gründer Dennis Crowley und verschiedene andere internationale Speaker ein buntgemischtes interessantes Programm zu gestalten.

Wir freuen uns auf die picnic 2011!