Inspiration statt Suche


App Store mit Kaufrausch

Mit einem konkreten Ziel einkaufen zu gehen, den Prozess effektiv abschließen und schnell zum nächsten Punkt der Tagesordnung übergehen, kann ein gutes Gefühl hinterlassen. Man hat wieder etwas erledigt. Doch so richtig gute Laune kommt immer dann auf, wenn man beispielsweise in Ruhe an Schaufenstern vorbeischlendert, etwas Interessantes entdeckt und dann durch Präsentation und Verkäufer noch viel Besseres entdeckt. Je mehr dann gestöbert und Gutes erkundschaftet wird, desto schöner.

Apple hält da bisher oft in Sachen Design, Präsentation, etc. als glänzendes Positiv-Beispiel her und die Umsatzzahlen zeigen ganz klar, dass dort viel richtig gemacht, wenn nicht sogar übererfüllt wird. Der App Store glänzt da in seiner Optik jedoch nicht sonderlich. Er ist klar strukturiert – sicher. Er zeigt die meistgekauften und umsatzstärksten Apps. Es werden Tipps gegeben, es wird die App der Woche ausgezeichnet und auf „neue und beachtenswerte“ Apps hingewiesen. Eine Suche existiert natürlich auch, die sich gut nach Medienart filtern lässt. Doch ein wirklich angenehmes Einkaufserlebnis will dabei nicht aufkommen. Etwas, das beispielsweise live in den Apple Stores ganz anders aussieht.

Anregendes Einkaufserlebnis

Haben Offline-Shops in dieser Hinsicht einen unschlagbaren Vorteil? Vielleicht ein Stück weit. Doch wer sagt, dass sich nicht auch online angeregt stöbern lässt? Denn auf populären Plattformen, wie StumbleUpon, Pinterest oder auch Flavs ist gezieltes suchen, wenn nicht unmöglich dann zumindest zu einem extrem unwichtigen Aspekt degradiert.

Für den App Store von Apple gibt es nun eine Alternative. Mit AppFlow ist es über Empfehlungen und Features möglich mal wieder über eine tolle App zu stolpern, die nicht schon alle anderen haben, die nur durch große monetäre Investitionen und entsprechendem werblichen Anschub in den Charts ist, sondern etwas Besonderes ist: ein selbstgeborgener Schatz.

Und zu allem Überfluss bietet AppFlow eine sehr ansprechend gestaltete Oberfläche und Funktionen.

In einen Korb packt man Apps, die gut gefallen, folgt anderen Nutzern und kann ihnen über einen Thanks-Button danken. Die für den Anfang deutlichen und daher auch sympathischen Fake-Profile, runden den netten Eindruck ab.

Oft nervt es mich, dass für andere Geräte außerhalb der iFamily auf Adaptionen erfolgreicher Apps der iOS-Welt gewartet werden muss. Im Fall von AppFlow ist das anders: Windows Phones kamen zuerst in den Genuss dieser Anwendung.

Genervt bleibe ich allerdings auch in diesem Fall, denn für mein Android-Gerät fehlt dann doch noch diese Möglichkeit der Entdeckertätigkeit. Kick und Kaufrausch müssen also anderweitig stattfinden.

via t3n