Elektronischer Lesestoff


Kindle-Erfolg und eBooks

An vielen Stellen ist zu lesen, dass der Kindle ein großer Verkaufserfolg ist. Der Preis von 99 Euro macht das Gerät allgemein erschwinglich und die dazugehörenden eBooks sparen dann noch ihren Teil im Vergleich zum Papierexemplar. Der Kaufanreiz liegt also auf der Hand. Gepaart mit dem Vorteil eine große Menge Bücher auf kleinem Raum und mit wenig Gewicht permanent bei sich zu haben, bilden sich beinahe unschlagbare Argumente.

Im Jahr 2009 hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt mir einen Kindle zuzulegen beziehungsweise ihn zu verschenken, doch damals überzeugte mich das Angebot an Lesematerial nicht. In diesem Jahr wurde mir günstig ein gebrauchtes Gerät aus dem Bekanntenkreis angeboten, doch obwohl Optik und Haptik sehr angenehm sind, hatte ich es bereits mit zu vielen Devices zu tun, die dieser Tablet-Form ähneln, aber deutlich mehr können. Gut, der Preis ist bei den entsprechenden Geräten natürlich ein anderer.
Nun bin ich allerdings auch noch ein großer Fan von schönen gedruckten Büchern. Die dürfen gern etwas älter sein, so dass sie bereits mit ihrem Geruch an alte Bibliotheken erinnern und mit Leinen- oder Ledereinband so richtig griffig und geschmeidig in der Hand liegen. Bei meinem aktuellen Tagespensum genügen mir hier grob 10 bis 30 Seiten am Abend und ich habe Bettschwere erreicht. Abgesehen vom Unterhaltungswert und der Möglichkeit zum Abschalten nach der Tageshektik, sind Bücher für mich also auch ein günstiges und enorm verträgliches Schlafmittel.

Doch die Anzahl der elektronischen Bücher steigt. Sowohl bei Amazon als auch bei Apple und andernorts. Bei Libri.de werden inzwischen beispielsweise mehr eBooks als gedruckte Bücher verkauft und durch aktuelle Diskussionen und Aktionen zur Auslotung der Verkaufszahlen und Angaben der Verlage wird hoffentlich die Produktion der digitalen Variante eines Buches in Zukunft zum Standard.

Das würde ich mir zwecks Flexibiltät sehr wünschen. Dieses Jahr habe ich zum Beispiel ein paar Tage das Buch unseres Agenturchefs „Was würde Apple tun?“ in gedruckter Form als zusätzliches Gepäck für zwischendurch in Begleitung gehabt und hätte ruhig ein wenig warten sollen, denn inzwischen ist es als Kindle-Version zu haben. Als bequeme Variante für unterwegs.

Durch mein Arbeitsumfeld in der Agentur schleicht sich ab und zu ein iPad auf meinen Tisch und lässt die getesteten Vertreter anderer Hersteller meist nicht gut aussehen. Damit ließe sich auch ganz wunderbar lesen (sowohl abends als auch morgens, mittags und zwischendurch). Allerdings stößt gemeinerweise nichts Vergleichbares das Apple-Tablet von meinem Wunschzettel. Und selbstverständlich wäre das Non-Plus-Ultra natürlich die neuste Version… Also will der Sparstrumpf gefüllt werden.

Bis dahin gibt es letztendlich auch Applikationen (wie die Kindle-App) für mein Smartphone, mit denen sich das ein oder andere lesen lässt, wenn es denn unterwegs unbedingt sein muss, wie zum Beispiel einigen eBooks, die nicht als Printversion existieren. Ansonsten werden erstmal weiterhin die dicken Schinken nur abends über der Bettdecke balanciert.