Digitale Wiederbelebung


Karikatur oder Hommage

Früher war alles besser. In der guten, alten Zeit gab es natürlich auch noch hervorragende Schauspieler, wie beispielsweise Orson Welles oder Barbara Stanwyck. Unwiederbringlicher Glanz? Nein, denn George Lucas soll sich unter anderem die Rechte an diesen beiden verstorbenen Filmgrößen gesichert haben und den Plan verfolgen, diese neben lebenden Darstellern auf die Leinwand zu bringen.

Die 3D-Überarbeitung der sechs Teile der Star Wars-Saga („Episode 1: The Phantom Menace“ angekündigt für 2012), die angeblich der Inspiration durch Avatar zu verdanken sind, lässt scheinbar die Fantasie schweifen, denn ein Sprecher von Lucasfilm dementiert das Gerücht der geplanten digitalen Wiederbelebung. Das passt auch besser zu einer Aussage von George Lucas aus dem Jahr 2002, demzufolge er solche Reanimationen doch eher für Karikaturen hält.

Wenn ich an entsprechende Kreationen für Musikvideos oder Werbespots denke, muss ich sagen, dass ich davon einige für sehr gelungen halte. Zudem steht die Entwicklung im Bereich CGI (computer generated images) nicht still und ist meiner Ansicht nach über den Punkt der Karikatur deutlich hinaus. Für die Fortsetzung diverser schöner, alter Geschichten wäre das aus meiner Sicht wirklich wünschenswert. Für nagelneue Projekte gibt es allerdings garantiert genügend interessante, lebendige Köpfe.