Relaunch von ORO di Parma: Alles auf Rot! | Kreativagentur für die digitale Zeit

Relaunch der Website von ORO di Parma: Alles auf Rot!

Warum wir bei dieser Content-Strategie nur ganz bestimmte Tomaten auf den Augen haben

Videos für Oro die Parma

Alte Agentur-Regel: Je näher die Deadline bei einem Pitch rückt, desto häufiger fließen Blut und Tränen – natürlich nur metaphorisch. Anders bei unserem Pitch für den Relaunch der Website von ORO di Parma: Da flossen Blut und Tränen schon am Anfang – und zwar nicht nur metaphorisch, sondern in echt. Echtes Blut, echte Tränen, keine Fakes! Was war da los bei artundweise?

Die Geschichte beginnt vor sechs Jahrzehnten, hat 5 Kapitel, jede Menge Leidenschaft – und geht so:

 

Kapitel 1: Träumend auf Capri und Tomatenmark im Gepäck

Irgendwann in den 1950er-Jahren: Bei Capri versinkt die rote Sonne im Meer und viele urlaubende Wirtschaftswunderdeutsche schauen sehnsuchtsvoll dabei zu, bevor sie in ihre VW-Käfer steigen und zurück über den Brenner gen Heimat fahren. Was sie mitnehmen: ein bisschen „dolce vita“ und den Wunsch, auch nördlich der Alpen all diese leckeren italienischen Gerichte zu kochen.

Dafür brauchen sie Tomaten, denn das ist die Grundzutat der italienischen Küche. Aber keine frischen Tomaten, die schmecken nur in der Saison – und die Saison ist vorbei, wenn die Deutschen aus den Sommerferien zurückkommen. Außerdem gab es bis in die 1970er-Jahre hinein fast nur saisonales Gemüse. Die Alternative: Produkte aus verarbeiteten Tomaten. Die sind dann auch sehr gefragt von Flensburg bis Garmisch. ORO di Parma erkennt diese gesteigerte Nachfrage und bringt – als „Tomatenpionier“ – in den 1950ern Tomatenmark und im Laufe der Jahrzehnte viele weitere Tomatenprodukte von Italien nach Deutschland. Ausschließlich mit sonnengereiften Tomaten aus der Region Parma. Kein lascher, nach nichts schmeckender Kram aus dem Gewächshaus. So erreicht die Marke ORO di Parma eine extrem hohe Bekanntheit, die bis heute anhält.

 

Kapitel 2: Rezepte allein sind langweilig, original italienisch kochen macht Spaß

Mit Produkten von ORO di Parma kann man kochen – vor allem besonders gut italienisch kochen. Und was zeichnet die italienische Küche aus? Sie ist unkompliziert, verzichtet auf unnützes Chi-Chi und verwendet eher wenige, dafür gute Zutaten. Auf dieser Basis haben wir eine Positionierung der Marke und eine Content-Strategie entwickelt: keine Rezepte, das allein ist langweilig, sondern original italienisch kochen, mit original italienischen Zutaten. Nämlich: den original italienischen Produkten von ORO di Parma. Das macht Spaß, beim Nachkochen sowieso. Aber schon allein beim Zuschauen soll es Spaß machen. Also haben wir gesagt: Wir kochen original italienisch. Und so sind wir in den Pitch gegangen.

 

Kapitel 3: Wir brauchen ein Kochstudio. Wir haben kein Kochstudio. Wir bauen ein Kochstudio.

In der Agentur riecht es deshalb immer mal wieder wie in einer italienischen Küche, weil wir Videos für ORO di Parma drehen. Videos mit original italienischen Gerichten. Videos, die in Sozialen Medien funktionieren. Videos, die man gerne anschaut. Videos, deren Gerichte man genauso gern nachkocht.

Weil tagelanges Blockieren unserer Agenturküche zu ausgewachsenen Protesten geführt hätte, haben wir für ORO di Parma eben ein Kochstudio gebaut. Erst für den Pitch, nachdem der gewonnen war, für ganz viel Video- und Foto-Content. Das führte auch mal zu ungewöhnlichen und mitunter leicht missverständlichen Situationen und Dialogen:

Ein Designer aus dem ORO-Team läuft mit tränenden Augen durch die Agentur.

„Oh, ist etwas Schlimmes passiert?“

„Nee, hab Zwiebelwürfel gemacht für ORO!“

 
Oder eine andere Kollegin, die am Erste-Hilfe-Schrank steht und ganz dringend ein Pflaster für ihren Finger braucht.

„Wo hast du dich denn geschnitten, am Papier?“

„Nein, bin beim Auberginenschneiden abgerutscht.“

 
Mal roch einer nach Streetfood-Wagen („Habe Mozzarella-Sticks frittiert“), mal hatte jemand leichte Schmerzen im Arm („Sehr lange Risotto gerührt“) und so weiter. Wir haben also vor allem leidenschaftlich gekocht. Mal war der Kunde dabei (mit genauso viel Leidenschaft) und hat mitgekocht, mal nicht. Direkt beim Kunden gekocht haben wir auch.

Wir haben Rezepte ausgesucht und verfeinert, gefilmt und Fotos gemacht. So lange, bis alles so war, wie wir uns das vorgestellt haben. Dann haben wir gegessen. Dann haben wir weitergemacht.

 

Kapitel 4: „Sei die Tomate!“

Die neue Website von ORO di Parma funktioniert ähnlich wie die italienische Küche: wenig Zutaten, aber die möglichst gut. Hauptnavigationspunkte sind die „Produkte“ und das Magazin „Italienisch kochen“ – mit Videos und Texten zu italienischen Gerichten und italienischen Küchengeheimnissen.

Als es an die Ausarbeitung der Texte ging, haben wir viel Rot gesehen, denn es stapelten sich Tuben, Dosen, Gläser und Packungen mit Produkten von ORO di Parma auf diversen Schreibtischen. Außenstehende konnten schnell den Eindruck gewinnen, wir hätten uns ein Beispiel an Lee Strasberg genommen, der als Begründer der Schauspieltechnik „Method Acting“ gilt, bei der der Schauspieler ganz mit seiner Rolle verschmilzt, eins mit ihr wird. Auf unsere Arbeit gemünzt, hieße das:

Wenn du etwas über Tomaten schreiben willst, dann musst du denken und fühlen wie eine Tomate, du musst eine Tomate sein.

Im Ernst: Geschadet hat es sicher nicht, dass wir uns sehr intensiv mit Tomaten (aus Parma) sowie deren Zubereitung und mit den Besonderheiten der italienischen Küche auseinandergesetzt haben. Außerdem haben wir uns tatkräftige Unterstützung geholt: Eine italienische Familie hat uns bei vielen Ideen und Rezepten geholfen. Stück für Stück ist unsere Content-Marketing-Redaktion zum Experten für „la cucina italiana“ geworden.

 

Kapitel 5: Buon appetito!

Auf Basis unserer Content-Strategie haben wir einzigartige Inhalte für ORO di Parma entwickelt – beratend, informativ, unterhaltsam – und so die Marke als unverzichtbare Zutat der italienischen Küche positioniert. Die Seite ist live. Unser Kochstudio steht immer noch. Wir kochen weiter. Original italienisch. Mit Leidenschaft. Va bene!

 

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