Themen für Content Marketing finden: Was funktioniert? | Kreativagentur für die digitale Zeit

Themenwahl im Content Marketing: Sprechen Sie von warmen Füßen – nicht von Teppichen.

Wie Sie mit strategischem Storytelling ein Fangnetz für Ihre Marke spannen

Die Themen für Ihre Content-Produktion sollten im Konzept genau auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sein.

 
In der digitalen Zeit prasseln die Informationen und Botschaften nur so auf uns ein. Allzu oft auch einfach an uns vorbei, weil wir überfordert sind, gelangweilt oder weil wir plumpe Reklame einfach ausblenden. In dieser schnelllebigen und aufgeregten Zeit stiftet Content Marketing Orientierung: mit relevanten Inhalten, verpackt in spannende Geschichten. Denn Geschichten holen uns ab, machen neugierig und: Sie bleiben im Gedächtnis. Wer seinen Nutzern zuhört und sich in sie hineinversetzt, kann mit strategischem Storytelling ein Fangnetz spannen – und sich in den Köpfen seiner potenziellen Kunden festsetzen.

 

Erzählen Sie spannende Geschichten

Im Gegensatz zu klassischen Werbekampagnen sind Content-Marketing-Inhalte ein wichtiger Anker im reißenden Strom der digitalen Kommunikation: Sie wecken Aufmerksamkeit und Interesse. Was Werbespots im Fernsehen, Plakate auf dem Arbeitsweg oder Werbebanner beim Surfen nicht mehr können, gelingt mit Storytelling. Denn gute Storys machen Inhalte spannend.

Spannende Inhalte begeistern, entfachen Neugier und emotionalisieren – kurzum: Sie regen zum Handeln an. Damit wird Storytelling beziehungsweise Content Marketing ein effektives Werkzeug zur Leadgenerierung. Warum ist das so? Studien aus der Hirnforschung belegen, dass wir Informationen besonders gut speichern, wenn wir sie sehen und hören – und diese Informationen gleichzeitig Verstand und Gefühl ansprechen. Eine bildhafte Sprache und ein lebendiger Erzählstil helfen dabei, das Gesehene (oder Gehörte) möglichst lange im Gedächtnis zu behalten. Aber ganz gleich, wie spannend ein Inhalt aus Ihrer Sicht sein mag: Eine Geschichte erhält nur dann Aufmerksamkeit, wenn der Leser sich damit identifiziert, einfühlt und darin wiederfindet. Aber nur spannend reicht nicht, Sie müssen dem Nutzer außerdem eine Problemlösung zu seiner Frage bieten. Diese Kombination sollten Sie immer vor Augen haben – oder an eine erfahrene und professionelle Content-Marketing-Redaktion auslagern – wenn Sie Content-Marketing-Inhalte erstellen.

Aus welcher Branche Sie auch kommen: Jedes Unternehmen hat relevante Inhalte und spannende Geschichten zu erzählen – die Themenwahl ergibt sich aus der Ihrer Markenpositionierung und Ihren Themen.

 

Ein Beispiel dafür, wie Problemlösung und Geschichte zusammenkommen:

Ein mittelständischer Betrieb, der komplexe Software vertreibt – also ein eher unemotionales Produkt hat –, erzählt in seinem Web-Magazin die Geschichte des zufriedenen Nutzers Olaf Müller und seinen Weg vom technischen Problem zur Problemlösung. Der Hero der Geschichte? Die Software des Mittelständlers. Der Spannungsbogen? Aufgebaut durch die emotionalisierende Erzählung von Olaf Müller, mit dem sich viele Interessenten des Unternehmens identifizieren können.

 

Positionieren Sie sich – und lassen das Posieren sein

Von lobhudelnder Selbstdarstellung und klassischer Unterbrecherwerbung, die einzig und allein auf „Verkaufen“ abzielt, fühlen sich Menschen zunehmend belästigt. Treten Sie stattdessen als Problemlöser auf – und nicht als Verkäufer. Mit Expertise positionieren sie sich, statt einfach nur mit Produkten zu posieren. Als Branchen-Experte verfügen Sie über umfangreiches Fachwissen über die Vorzüge Ihrer Produkte. Warum ist das wichtig? In der digitalen Zeit suchen Nutzer im Internet nicht nur nach Produkten und Dienstleistungen, sondern genauso nach Unterhaltung, Ratschlägen oder Problemlösungen. Ein Teppichhändler weiß zwar bestens über die Herstellung und die verwendeten Materialien seiner Produkte Bescheid. Spannender für die Kunden können jedoch hilfreiche Pflegehinweise sein – oder ein anschauliches Bild davon, was ein neuer Teppich in den eigenen vier Wänden bewirken kann. Anders gesagt:

Erzählen Sie Ihren Kunden etwas über warme Füße – und nicht über Teppiche.

Denn vielleicht sitzen die Interessenten mit kalten Füßen auf dem Sofa. Dann fragen sie zuerst Google, wie sie dieses Problem am besten lösen können. Und wenn Sie – was sehr wahrscheinlich ist – keine Teppiche verkaufen, sondern Software, Lebensmittel, Finanzdienstleistungen oder „something completly different“, dann überlegen Sie sich, auf welche Frage Ihrer potenziellen Kunden Sie eine relevante Antwort haben. Als Unternehmen geben Sie diese Antwort in einem digitalen Magazin oder einem Blog. Dort entscheidet die Qualität der Inhalte, ob aus dem Besucher ein Nutzer und schließlich ein Kunde wird. Content Marketing identifiziert und produziert diese Inhalte, für die sich potenzielle Kunden interessieren, nach denen potenzielle Kunden suchen, und die so aufbereitet sind, dass sie gefunden werden können.

 

Rücken Sie die Kunden in den Mittelpunkt

Die Kunden sind der Kern einer jeden Content-Marketing-Strategie. Was sie bewegt, ist relevant für die Entwicklung der redaktionellen Inhalte.

1. Denken Sie in Personas
Zielgruppenbeschreibungen helfen dabei, eine ungefähre Idee vom potenziellen Kundenkreis zu erlangen. Aber: Zielgruppen bleiben in der Regel anonym. Deshalb sollten Sie möglichst genau wissen, wer sich für Ihr Angebot interessiert. Stellen Sie sich also fiktive, aber greifbare Personas vor – mit individuellen Eigenschaften und Bedürfnissen. Wenn Sie die konkreten Fragen, Wünsche, Ängste und Gedanken Ihrer potenziellen Kunden kennen, können sie Ihre Inhalte passgenau und gezielt entwickeln.

2. Hören Sie zu, bevor Sie senden
Inhalte ziellos in die Welt zu senden, funktioniert nicht mehr. Sie werden von potenziellen Kunden in der Menge der Angebote schlicht nicht wahrgenommen. Im Prinzip ist es jedoch ganz simpel: Sie müssen einfach nur zuhören. Tagtäglich verraten Menschen Google tausendfach, was sie umtreibt, wenn sie einzelne Worte oder Satzbausteine in den Suchschlitz tippen. Mit den richtigen Analysetools können Sie herausfinden, welche Begriffe oder Themen häufig gesucht werden – und mit diesem Wissen orientierungsstiftenden Content produzieren. Nutzen Sie diese wertvollen Informationen und passen Sie Ihre Inhalte den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe an. Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt und sie einfängt, tritt als Experte hervor – und das macht sich auch im Suchmaschinenranking bemerkbar.

Aber nicht nur mit Analysetools finden Sie heraus, womit sich Ihre Zielgruppe beschäftigt. In Foren oder den sozialen Netzwerken tauschen sich User aus und legen der Welt offen, was sie interessiert. Auch das Gespräch mit dem unternehmenseigenen Kundensupport oder Vertriebsmitarbeitern gibt nützliche Hinweise auf Problemstellungen und Themen von Nutzern, die in der Content-Marketing-Strategie unbedingt Platz finden sollten.

3. Seien Sie offen für Veränderungen
Fühlt sich Ihre Zielgruppe gehört und verstanden, gut beraten und einbezogen, festigen Sie langfristig ein positives Markenimage in den Köpfen der Kunden. Durch permanenten Austausch positionieren Sie sich einerseits als kompetenter Berater und erhalten gleichzeitig frischen Input. Denn nicht nur die digitale Zeit wandelt sich stetig – sondern auch die Interessen und Lebensrealitäten Ihrer Kunden verändern sich. Genau deshalb ist es wichtig, eine Content-Marketing-Strategie immer wieder zu überprüfen und den Kunden- und Unternehmensinteressen anzupassen.

 

Belohnen und Orientierung stiften

Content Marketing ist deshalb so erfolgreich, weil es durch und durch kundenorientiert ist und relevante Inhalte liefert. Ob ein Inhalt relevant ist oder nicht, entscheidet das menschliche Gehirn binnen Sekunden. Lautet die Antwort nein, verlassen Nutzer ein Angebot sofort und wechseln zu einem spannenderen Inhalt. Empfinden Ihre Kunden die Angebote jedoch als Belohnung und stöbern vielleicht weiter auf Ihrer Seite, dann haben Sie sie eingefangen – in einem Fangnetz aus relevanten Inhalten, das Orientierung stiftet. Sie weisen in Zeiten digitaler Reizüberflutung den Weg durch die unübersichtliche Fülle an Möglichkeiten. Wenn die Markenbotschaft einen Kunden auf seiner Suche nach einer Antwort belohnt, weil sie nützlich ist, kehrt er sehr wahrscheinlich zu anderen, regelmäßig erscheinenden Angeboten auf Ihrer Seite zurück.

An den Geschichten, die sie in Ihrem Firmenblog oder Magazin erzählen, halten sich Ihre Nutzer fest. Auf diese Weise bauen Sie bei potenziellen Kunden Vertrauen in Ihre Marke auf, weil Sie beraten, informieren und unterhalten. Außerdem stärken Sie kontinuierlich die Kundenbindung, indem sie regelmäßig und an den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe orientiert sinn- und orientierungsstiftende Inhalte anbieten.

 

Weiterlesen

Long-Tail-Marketing   Wie entwickle ich eine Content-Marketing-Strategie?

 
Zum Download des Content-Marketing-Dossiers

 

3 Kommentare zu “Themenwahl im Content Marketing: Sprechen Sie von warmen Füßen – nicht von Teppichen.

  1. Sehr gute Übersicht zum Thema Content Marketing (ich hätte mich nur über ein paar zusätzliche Beispiele gefreut :) ). Es ist wenn man es mal vom heutigen Standpunkt aus fast seltsam wie primitiv Werbung oft gehalten wird (Hier ist ein Produkt. Kauf es!). Dabei findet sich doch immer ein neuer, kreativer Ansatz der den Kunden aufhorchen lässt. Und das ist ja alles was es braucht. Die Leute einfach nur kurz zum aufhorchen zu bringen. Ich bin wirklich gespannt, was sich in den nächsten Jahren in dieser schnellebigen Branche noch tun wird!

    • Hallo Herr Baro,

      vielen Dank für Ihr Feedback! Für einige weitere Content-Marketing-Beispiele, schauen Sie doch einmal hier: http://www.artundweise.de/blog/content-marketing-beispiele-2017/.
      Es freut uns, dass Sie es sehen wie wir: Mit kreativen Inhalten, die einen echten Mehrwert bieten, können wir Menschen doch viel besser erreichen, als mit plumper, aufdringlicher Werbung. Wir sind auch gespannt, was sich in unserer Branche noch alles tun wird – wir halten die Augen offen, Sie werden bestimmt von uns hören!
      Viele Grüße
      Julia Makowski

      • Baron

        Wow vielen Dank für die fixe Antwort! Und danke für die Beispiele.
        Genau das habe ich gesucht :)

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