Einer allein baut keine Community.

“Viele Köche verderben den Brei.”

Hat dieses Sprichwort tatsächlich Bestand? Ich wage das zu bezweifeln. Die Zeiten, in denen die Frau allein in der Küche stand, um die Speisen für Familie und Besuch vorzubereiten, sind zwar nicht vorbei, doch es haben sich viele neue Arten des Bewirtens entwickelt. Gemeinsames Kochen hat längst im Alltag Einzug gehalten. Die Küche ist nicht länger eine separierte Insel, sondern öffnet sich in Richtung Wohnen & Leben. Heute ist Kochen Teamarbeit.

Vergleiche ich nun meine Arbeit als Projektmanagerin mit der Zubereitung eines Mahls, ergeben sich diverse Parallelen.
 

Einkauf – auf der Suche nach Qualität

Zunächst dreht es sich doch darum, wo ich die geeigneten Zutaten bekomme. Es reicht nicht immer, ein einziges Geschäft aufzusuchen um ein Gericht zu kochen. Ich achte darauf, jede Zutat in der besten Qualität und zum besten Preis zu bekommen. Also stöbere ich vielleicht auf einem Markt und suche dann noch das eine oder andere Fachgeschäft auf.

Ganz ähnlich läuft es bei der Planung eines Projekts, denn auch hier benötige ich mehrere Zutaten, sprich Fertigkeiten und Qualifikationen. Entsprechend sorgfältig stelle ich mein Team zusammen, um das Ziel, ein optimales Projekt, zu erreichen.

Auch einige unserer Kunden arbeiten mittlerweile so und beschäftigen nicht nur eine, sondern diverse Agenturen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Milka Kuh-munity, eine Community für die Fans der Marke, die vor Kurzem einen Relaunch erfahren hat.
An diesem Projekt haben wir mit einem großen Agenturpool gearbeitet. artundweise war zuständig für die Konzeption und Kreation, Design und Text sowie den overall Lead. Proximity hat sich mit der technischen Umsetzung beschäftigt. Da die Community eng verzahnt mit dem Content Management von Mondelez programmiert wurde, war auch Infosys beteiligt, die den Lead hinsichtlich des eingesetzten CMS haben und dieses auch hosten. Hinzu kam noch der Dienstleister Consultix, Betreiber der CRM Datenbank für Mondelez.
 

Management – wir schaffen Strukturen

Doch zurück in meine Küche. Wenn alle Zutaten da sind, wird gekocht. Am liebsten im Team. Jeder hat seine Aufgabe, sei es in Form von definierten Aufgaben – auch das Gemüse will schließlich geputzt, geschält und zerkleinert werden – oder sei es ein Gang im Mehr-Gänge Menü.

Im Team kochen verbessert das Ergebnis.

Jetzt wird es virtuos: Alle arbeiten Hand in Hand, damit die Zutaten optimal genutzt, pünktlich gegessen und das Hauptgericht vor dem Nachtisch verspeist werden kann. Und schmecken soll es auch! Meistens wird in der Phase des Kochens improvisiert: Eine Zutat fehlt, etwas brennt an oder gelingt beim ersten Mal nicht. Wenn es hart auf hart kommt, muss auch noch eine Fingerkuppe dran glauben, was zur Folge hat, dass ein Koch ausfällt.
Die Milka Kuh-munity haben wir mit vielen Köchen umgesetzt. Jeder einzelne hatte seine klar definierte Aufgabe. Jeder hat aber auch bereitwillig den anderen unterstützt, wenn es nötig war.
Das funktionierte jedoch nur, ohne im Chaos zu versinken, weil es einen Chefkoch gab.
Ins Projektgeschäft übersetzt bedeutet es, den Lead zu haben. Dafür zu sorgen, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht, sondern gemeinsam für das große Ganze zu arbeiten.
Diese Rolle hat artundweise übernommen. Wir haben sozusagen nicht nur die Zutaten überprüft, sondern auch ihre Verarbeitung. Während des gesamten Projektverlaufs – von der Idee bis zum Go live.
 

Visionen – ein Motor, der uns antreibt

Es erfordert viel Organisation und viel Kommunikation seitens des Projektmanagers – das ist Handwerk. Es erfordert auch Geduld und Verständnis – das ist Empathie. Es erfordert Motivation – das ist Leidenschaft.
Aber wir haben etwas, dass uns antreibt. Etwas, dass das gesamte Team motiviert: Die Vision, eine Marken Kuh-munity zu erschaffen, die erfolgreich sein wird. Den digitalen Ort zu erschaffen, wo die Milka Fans sich trauen können, zart zu sein. Kurz eine Idee, an die wir glauben und die begeistert.

Aus diesem Grund glaube ich nicht mehr daran, dass viele Köche den Brei verderben. Im Gegenteil, gut orchestriert sorgen viele Köche dafür, das perfekte Menü zu servieren: von der unwiderstehlichen Vorspeise bis zum zarten Schokoladen-Dessert.

 

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