Content-Format: Was passt zu uns? | Kreativagentur für die digitale Zeit

Welche Formate passen zu meinem Content?

Buddelschiff – Die Flasche ist das passende Format für den Content Miniaturschiff

In der digitalen Zeit ist nichts mehr von Bestand. Hunderte Angebote buhlen jeden Tag um unsere Aufmerksamkeit. Im Netz sind wir besonders ungeduldig, wir springen von einer Webseite zur nächsten und nehmen Reißaus, sobald wir uns langweilen. Je unsteter unser Umfeld ist, desto mehr wünschen wir uns Orientierung – wegweisende Inhalte, die uns rastlos Suchende ankommen lassen. Mit lieblos gestalteten Webauftritten lässt sich heute niemand mehr begeistern. Abwechslungsreiche Webseiten, deren Detailseiten so einzigartig sind, wie das Layout unseres Lieblingsmagazins am Kiosk, besuchen wir hingegen immer wieder. Unternehmen müssen heute sowohl dauerhaft relevante Inhalte als auch hochwertige Content-Formate bieten. Nur so können sie die Aufmerksamkeit potenzieller Leser gewinnen und sie als Kunden nachhaltig binden.

 

Zu jeder guten Geschichte gehört auch ein passender Rahmen

Menschen lieben Geschichten. Um im Meer von Angeboten herauszustechen, müssen Unternehmen ihre Geschichten erzählen: Geschichten über Menschen, Produkte, Lösungen und Zukunftswünsche. Guter Content speist sich aus der Positionierung eines Unternehmens. Wer weiß, wonach und auf welchem Wege potenzielle Kunden suchen, kann gezielter Antworten liefern. Ohne eine gute Geschichte läuft nichts, aber eine Geschichte allein ist noch kein Garant für aufmerksame Leser. Zu jeder guten Geschichte gehört auch ein sinnvolles Format – ein passender Rahmen.

 

Der Content bestimmt das Format – nicht andersrum

Das Internet bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Content-Formate: von klassisch journalistischen Textformaten wie Berichten, Reportagen und Interviews über Blogs bis hin zu Studien, E-Books und Whitepapern. Dazu kommen visuelle und audio-visuelle Formate wie Fotos, Illustrationen, Infografiken, Podcasts, Web-Dokumentationen und Multimedia-Reportagen. Welches Format die richtige Wahl ist, ist immer eine Frage des Contents. Tonalität, Umfang und Komplexität sind bei der Format-Wahl entscheidend, denn nicht jedes Format spricht jede Persona an. Eine durchdachte Content-Marketing-Strategie hilft, den richtigen Rahmen für Ihre Geschichten zu finden.

Ein Beispiel: Sie möchten Ihren Lesern ein komplexes Fachthema näher bringen? Interviews mit Kennern der Branche wirken lebendiger als gewöhnliche Fachartikel. Durch persönliche Anekdoten, humorvolle Einwürfe und einen dynamischen Sprecherwechsel wird ein Fachthema wie Risikomanagement zur kurzweiligen Lektüre. Formate wie das Experteninterview zahlen außerdem in besonderer Weise auf das Image eines Unternehmens ein. Sie möchten Ihren Kunden einen komplexen Herstellungsprozess erklären oder einen Gesprächsleitfaden an die Hand geben? Für diese Zwecke eignet sich vor allem eine Infografik, wie in diesem Beispiel.

 

Longform-Content sorgt für wiederkehrende Leser

Um wiederkehrende Leser zu gewinnen, eignet sich vor allem detailreicher Longform-Content – lange, umfangreiche Online-Artikel, spannend geschrieben und toll aufbereitet. Longform-Content ist mit einem guten Buch zu vergleichen: Die Geschichte fesselt einen so sehr, dass man sie am liebsten in einem Zug verschlingen würde. Man möchte wissen, wie die Geschichte ausgeht und greift immer wieder zu dem Buch. Dass diese Rechnung auch online aufgeht, beweisen die Webanalytiker von Chartbeat. In einer Studie beschäftigten sie sich mit der Frage, was Menschen dazu bewegt, Webseiten wiederholt zu besuchen. Die Antwort: Je länger Leser sich mit einem Text beschäftigen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Webseite erneut aufrufen. Gerade längere Artikel sorgen daher für wiederkehrende Leser.

 

Storyscaping: Vergesst Werbung, erschafft Welten

Beim sogenannten Storyscaping – eine Bezeichnung, die sich aus den Begriffen Storytelling und Landscape zusammensetzt – nutzen Kreative die grenzenlosen Möglichkeiten digitaler Welten und ziehen alle denkbaren Content-Formate heran. Anstatt lineare Geschichten zu erzählen, erschaffen sie ganzheitliche Erlebniswelten. Kein Anfang, kein Ende: Geschichten fließen nahtlos ineinander über, sie wachsen und entwickeln sich weiter. An jedem Touchpoint wird eine positive Markenerfahrungen geschaffen: Interessenten tauchen unmittelbar in die Erlebniswelt ein und entscheiden selbst, wann sie ein- und aussteigen. Ein bekanntes Beispiel für gutes Storyscaping ist die Erlebniswelt um den Zauberlehrling Harry Potter. Nach dem durchschlagenden Erfolg der Buchreihe, entstanden Filme, Computerspiele, Themenparks, ein Theaterstück und noch mehr Bücher. Mit Storys dieser Größenordnung können Sie wiederkehrende Besucher gewinnen und langfristige Beziehungen zu Kunden aufbauen.

 

Mehr Mut bei der Format-Wahl

Um Produkte erlebbar zu machen, eignen sich vor allem visuelle und audiovisuelle Formate. Bilder und Videos sind ein wirkungsvolles Mittel, um Inhalte anschaulich und ästhetisch zu vermitteln oder hervorzuheben. Die Bildsprache muss dabei zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passen. Eine gut konzipierte Bildsprache transportiert Emotionen und bleibt dem Leser im Gedächtnis. Ob Infografik, Illustration, Fotografie oder Video – der passende Bild-Typ richtet sich wie immer nach Ihren Inhalten. Ob eine Multimedia-Reportage, eine Web-Doku, ein Tutorial oder sogar ein Webinar per Live-Streaming zu Ihrem Unternehmen passt, ist wieder eine Frage Ihrer Inhalte. Auch Experimente können sich lohnen: Zu den besonders innovativen Video-Formaten zählen 360-Grad-Videos und Virtual Reality (VR), mit denen ihre Marke auch interaktiv erlebbar wird.

 

Mit einem Bremer in virtuelle Welten eintauchen

Mit beiden Techniken experimentiert beispielsweise der Bremer Journalist und Fotograf Jonas Ginter. Aus sechs Go-Pro-Kameras und einer Halterung aus dem 3D-Drucker bastelte er sich vor zwei Jahren eine Art Kameraball, mit dem er sein erstes 360-Grad-Video – eine Radfahrt entlang der Weser – realisierte. Der Clou: Ginter fügt die Aufnahmen so zusammen, dass es aussieht als würde er auf einem kleinen Planeten radeln. Dieser Effekt – auch sphärisches Panorama genannt – ließ Ginters Debüt-Video durch die Decke gehen und machte ihn international bekannt. Heute zählen Marken wie Mercedes-Benz und Red Bull zu seinen Kunden. Der Bremer produziert die 360-Grad-Videos für seine Kunden inzwischen auch als interaktive Filme. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen, können Interessenten 360-Grad-Touren mit dem neuen Mercedes-Benz erleben und den Blickwinkel dabei selbst steuern. Als Content-Format ermöglicht Virtual Reality völlig neue Perspektiven, sowohl für Kunden als auch für Unternehmen.

 

Fazit

Jede Geschichte braucht einen Rahmen. Die Welt der Content-Formate ist vielfältig, und kaum ein Format eignet sich nicht für Marketingzwecke. Welche Formate im Einzelfall passen, ergibt sich aus den relevanten Inhalten. Der Content fußt dabei auf einer punktgenauen Positionierung und einer durchdachten Content-Marketing-Strategie. Letztlich entscheidet jedoch nicht das einzelne Format über erfolgreiches Content Marketing, sondern das intelligente Zusammenspiel aller Content-Elemente. Ob ein Unternehmen im Meer der Angebote wahrgenommen wird, ist vor allem eine konzeptionelle Frage. Nur wenn die einzelnen Content-Formate ineinandergreifen und sich gegenseitig befeuern, stechen Sie als Unternehmen heraus.

 

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