Web vs. Apps

Wer erhält nun den Kondolenzgruß?

Laut dem Wired Magazine entwickeln wir uns momentan weg vom Surfen, Browsen und Suchen, in Richtung Finden, Bekommen und Applikationen. Wenn ich den Artikel so lese und mir dabei die Entwicklung in meiner nächsten Umgebung in Hinblick auf iPad, Smartphones und Konsorten so anschaue oder die Veränderung meiner eigenen Arbeitsweise, dann klingt das sehr überzeugend.

Doch wie kommt es dann, dass es erst kürzlich lautete die App-Economy wäre ein „Übergangsphänomen“? Holger Schmidt, der Netzökonom der FAZ, führte mit Unterstützung einiger Zitate auf, dass Apps nur so lange benötigt werden bis die Verbindungen und die mobilen Browser einen entsprechenden Entwicklungsstand erreicht haben. Zudem wären Apps auch spezifisch für die verschiedenen Betriebssysteme zu entwickeln, was für höhere Investitionen und geringere Reichweite stünde. Ein weiterer Punkt, der hier aufgegriffen wird, ist die offene Plattform des Web gegenüber den eingeschränkten, regulierten Shops der jeweiligen mobilen Systemanbieter.

Was lässt sich in beiden Fällen festhalten? Das Web entwickelt sich. Nicht sonderlich überraschend. Doch wie schnell entwickeln sich Webtechniken um ausgereifte Alternativennativer Apps zu werden?

So oder so ist es für mich aktuell nicht vorstellbar, dass eine der beiden Möglichkeiten, „Webseite“ oder „Applikation“ nutzen, mit der Zeit verschwindend gering frequentiert wird. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile je nachdem zu welchem Zweck, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen persönlichen Vorlieben ich gerade unterwegs oder gebunden bin. Meiner Meinung nach werden sich eher für beide Wege weiterhin Nutzergruppen finden, so wie auch in Zukunft die immer wiederkehrenden Unkenrufe ihr Publikum finden.

Allerdings ist dies ein Thema, das uns weiter beschäftigen wird und so ist dieser Artikel der Auftakt für weitere Beiträge und Meinungen zur Reihe “Web vs. Apps”.


3 Antworten auf Web vs. Apps

  1. clo sagt:

    habe gehört dass wired vor 12 jahren den gemeinen webbrowser auch schon kurz vorm abdanken sah ^^ ….

  2. henning sagt:

    Es könnte ja sein, dass das Web erhalte bleibt – nur dass es eben in einer bzw. in vielen Apps “verschwindet”. Ich glaube auch, dass Web seine klassische Gestaltungsform verlieren wird. Der Content könnte von Apps herausgezogen und dann individuell, ganz nach den Vorlieben des App-Nutzers präsentiert werden. So gesehen wird das Web auf keinen Fall sterben. Allerdings wird es sich noch stark verändern. Und wer weiß, was eines Tages mit den Apps geschieht ;-)

  3. Pingback: Web vs. Apps II | artundweise Blog

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