Die Änderungen auf CS4 waren nicht sonderlich bemerkenswert, doch zu den Neuerungen in der nun aktuellen Creative Suite von Adobe muss man sich einmal die Begeisterung vom Leib schreiben.
Allein die erweiterten Möglichkeiten der 3D-Werkzeuge (Extended Version), die neuen Optionen für das gezielte Verzerren von Auswahlbereichen beispielsweise für die Bildmontage und die Content Aware Tools, sind es meiner Meinung nach wert, den Schritt in die neue Version zu wagen.
Und nun zu den, für mich, fünf verblüffendsten, zeitsparenden Verbesserungen, in puncto Bildbearbeitung der neuen Photoshop-Version:
Top 5
Die realistischeren Pinselspitzen,
die eventuell eher die digitalen Maler und Künstler unter uns entzücken, aber in der Gestaltung mal ganz neue Effekte ermöglichen.Top 4
Puppet Warp (bekannt aus After Effects),
damit lassen sich am Objekt oder der Person Gelenke festlegen und dann die Pose des gewählten Motivs verändern.Top 3
Die bereits erwähnte, gezielte Verzerrung von Bildbereichen.Top 2
Einer intelligentere Reparaturpinsel-Funktion,
die nicht nur einen Referenzpunkt für die zu ersetzende Stelle verwendet, sondern mehrere passende Bereiche miteinander kombiniert. Ein Feature der so genannten Content-Aware-Tools, auf dem auch meine Nummer 1 basiert:Top 1
Die verbesserte Freistellungsoption,
die bereits Objekte erkennt und Masken vorschlägt, die den gewünschten Teil vom Hintergrund trennen.
In folgendem Demo-Video von CS5.org werden einige dieser Vorzüge von Dan Goldman sehr schön vorgeführt:
Für Mac User besonders interessant ist, dass Adobe mit CS5 jetzt konsequent auf 64bit Architektur setzt und hier deutliche Performance-Gewinne verspricht. Das heißt im Gegenzug allerdings auch, dass Modelle ohne Intel Prozessor nicht weiter unterstützt werden.
Für Fotografen ist darüber hinaus die nun verbesserte und geschickter platzierte Objektivkorrektur erwähnenswert. Über eine Objektivdatenbank, die Adobe regelmäßig aktualisieren will, werden diverse automatische Voreinstellungen für das jeweilige Objektiv- und Kameraprofil angeboten, so dass es nicht mehr nötig ist, erst lange an den manuellen Reglern zu drehen. Beinahe schade, dass ich letztes Jahr in ein neues Gerät investiert habe, weil ich mit meiner alten Kamera von Sony und ihrem Objektiv mit chromatischer Aberration (Farbverschiebung an den Kanten) zu kämpfen hatte. Eventuell muss man auch nach der automatischen Korrektur etwas nachbessern, denn nicht jede Verschiebung war identisch, aber es erspart sicherlich jede Menge Zeit.
Und so ist es mit all den neuen Werkzeugen. Sie bringen uns ein ganzes Stück weiter im Arbeitsprozess, allerdings ist anschließend meist noch ein Finetuning unverzichtbar.