Web-App Test und neues Gadget
Jedes Mal wenn ich von den Nexus-Geräten höre, muss ich an Captain Jean Luc Picard denken und seinen Weg in und aus dem Nexus (einem Ort außerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums) heraus. Dass das Tablet Nexus 7 seinen Namen allein aufgrund der Bildschirmabmessungen trägt, glaube ich nicht. Ich denke, die Referenz auf den siebten Star Trek Kinofilm ist nicht ganz ungewollt.
Die Geräte hatten also durchaus meine Aufmerksamkeit und so war ich positiv erfreut, dass sich ein Exemplar bei uns in der Agentur einfand. Neues „Spielzeug“ findet aber dummerweise nicht nur meine Neugier. Ein gutes Argument um das gute Stück aus den Büroräumen zu entführen und auf der heimischen Couch auszuprobieren, war dann natürlich der Test der neuen Web-App der ZEIT.
Wenn man aber schon dabei ist, muss erstmal geguckt werden, was denn so installiert ist. Viel ist es nicht. Das Gerät ging ja noch nicht durch all zu viele Hände. Unter anderem fand ich etwas Literatur, darunter Emilia Galotti, und wenig später fand ich mich lesend – versunken – wieder.

Das änderte sich auch nicht als ich die Web-App der ZEIT öffnete. Im Gegenteil. Bereits im ersten Download wurde eine komplette Testausgabe mitgeladen. Die Optik erscheint spontan mit der iPad-App, die wir letztes Jahr entwickelt haben, identisch. Funktional machen sich dann allerdings doch feine Unterschiede bemerkbar und so existiert zum Beispiel der Bereich „Meine ZEIT“ nicht. Scrollt man sich durch einen Artikel oder blättert seitwärts zum nächsten, dann fällt auch auf, dass im Vergleich zur iPad-Version etwas gestockt und geruckelt wird. Wie gut, wenn man einen Entwickler kennt, der daran mitgewirkt hat. Da lässt sich praktischerweise die Frage nach dem Warum stellen und Steven erklärte unter anderem (eine Menge):
“Bei der WebApp stehen wir vor der Herausforderung, nicht direkt auf den Speicherplatz des Geräts zugreifen zu können. Vielmehr besteht die Möglichkeit Daten direkt in einer browsereigenen Datenbank zu speichern. Zu diesem Zweck haben wir eine Lösung entwickelt, die eine komplette Ausgabe in dieser Browser Datenbank ablegt.”
Wieder etwas gelernt. Ein weiterer interessanter Hinweis und Gedanke dazu kam von Dirk:
„Wir haben die Web-App gar nicht für das Google Nexus optimieren können, weil es das zum dem Zeitpunkt nicht gab. Hier zeigt sich, wie mächtig die Technologie ist: Man entwickelt automatisch für Geräte, die es noch nicht gibt. Auch wenn nicht auf allen immer alles geht, so geht doch soviel, dass es sich – zusammen mit dem Nexus – wie die Zukunft anfühlt.“
Nach einer Weile des Blätterns und Lesens fiel das ruckeln allerdings nicht mehr auf. Was mich plötzlich störte war, als ich auf der Suche nach einem Stichwort aus einem Artikel im Browser nachschlagen wollte und nicht weiterkam. Mir ging auf, dass ich bis dato noch gar nicht dazu gekommen war, mich ins heimische W-Lan einzuklinken. Ich war offline mit der App – stundenlang.
Das Ladekabel hatte ich dabei, aber noch nicht genutzt. Der Akku zeigte heute morgen an, dass ich erst grob ein Viertel des gespeicherten Stroms verbraucht hatte. Wenn nicht ein Kollege ein drastisch besseres Argument gehabt hätte, das Nexus 7 zu nutzen, hätte ich also noch viele weitere Stunden testen … und lesen können … im Nexus.
Weitere Artikel zur Web-App der ZEIT:
- Nur geringfügig anders als die iPad-Anwendung:
- “Zeit” bedient Android-Tablets mit Web-App-Hybriden – kress.de
- Die Zeit nun auch für Android-Tablets verfügbar – Meedia.de
- DIE ZEIT-APP AB SOFORT FÜR ANDROID-TABLETS: Trusted Shops-Siegel für das Digital-Paket der ZEIT – ZEITverlag.de
- DIE ZEIT goes Android – CodeCandies.de
- ZEIT-App auch für Android-Tablets – dnv-online
- “Zeit” bedient Android-Tablets mit Web-App-Hybriden – mobilszene.de
- Endlich auch für Android Tablets: Die ZEIT App – LivingTheFuture.de
- “Zeit”-Web-App startet in wenigen Wochen – derStandard.at

Herzlichen Glückwunsch. Schön dass es vollbracht ist!
Natürlich muss ich mir (in Ermangelung eines iPads) die die App auf mein neu erstandenes Nexus laden!
Da ich Amazon-konditioniert bin, schaue ich zuerst auf die Bewertungen. Die sehen leider nicht gut aus.
5 Sterne = 1
4 Sterne = 0
3 Sterne = 5
2 Sterne = 4
1 Stern = 8
oh oh…
Das wünscht man sich anders herum, aber wenn ich mir die Erfahrungsberichte durchlese scheinen die Kritikpunkte eher technischer Natur zu sein.
Ich check das jetzt mal
Hi mell,
bin gespannt auf deinen Eindruck nach dem Check.
DIE ZEIT und wir prüfen übrigens jeden Eintrag im App Store und auch im Play Store und arbeiten u.a. anhand dieser Kommentare stetig daran, die Apps weiter zu optimieren.
Die Ansprüche sind zum Teil sehr unterschiedlich, so dass es oft darum geht Schwerpunkte zu definieren und eine möglichst breite und doch gut funktionierende Mitte zu finden. Entsprechende Kritik scheint im Play Store zudem schneller von der Hand zu gehen, als im App Store – soweit wir das aktuell beobachten.
Bin auch sehr neugierig auf deine Meinung zum Nexus.
Besten Gruß! Nicole
Hi Nicole,
also ich habe die ZEIT App jetzt mal getestet. Okay, es ruckelt und passt nicht überall perfekt. Aber das Konzept ist stimmig und das Design schön schlicht. Schade das ich den Text nicht auf “schwarz/weiß” umstellen kann, wie bei den e-Books.
Ansonsten sind meine Erfahrungen von meinem Iphone vs. Nexus: Die Usability finde ich beim Nexus tatsächlich besser (hätte nie gedacht das ich das als überzeugter Apple-Usability-Fan sage).
Und ich bekomme z.B. wenn ich eine App installiere den Hinweis, auf was die App zugreift. Eine bodenlose Frechheit das die HVV-App auf meine Emails, meine Kontakte UND meine getätigten Anrufe zugreift! Ich wünschte mir, Apple würde mir diese Infos auch geben, dann hätte ich einige Apps nicht installiert…
Der größte Vorteil vom iPhone sind tatsächlich die Apps. Sie sind zahlreicher, viiiiiielll schöner, funktionieren und lassen sich gut bedienen. Ein Umstand, der den Google Play Shop echt alt aussehen lässt. Zeiterfassungs-App? Getting things done?
Viel Spaß beim Suchen!
Hi mell,
ja, das Nexus hat mich auch sehr positiv überrascht und verleitet mich bei dem Preis wirklich dazu, es mir als Wohnzimmer-Gerät als Begleiter zum Fernseher zuzulegen… Aber davor steht die Anschaffung anderer Gadgets. Die Weihnachtsliste ist jetzt schon viel zu lang.
Durch mein htc bin ich schon geraume Zeit “Android gestählt” und installiere (oder aktualisiere) nahezu keine App ohne vorher kurz zu recherchieren. Eventuell wird das nächste Smartphone ein Apple-Gerät. Das steht weiter oben auf der Liste…
[...] Allerdings gäbe es natürlich auch verlockende Alternativen, die man noch nicht hat, wie das Nexus oder auch das scheinbar immer realer werdende iPad Mini. Auch der Kindle hat sich weiterentwickelt [...]
Hi Mell und Nicole.
Googelt mal AppGuard, tolle app mit der man Berechtigungen modifizieren kann.
Hi Volker,
guter Tipp, jedoch nicht ohne inhaltliche Einwände:
http://stadt-bremerhaven.de/appguard-entzieht-apps-berechtigungen-aber/
Ich habe inzwischen das Wifi-Tablet verkauft und werde mir morgen das G3 Nexus 7 Tablet kaufen.
Dann steht mir die Welt offen
lg
mell