Facebooks neue Kleider

Timeline für Unternehmen, Interessenslisten und Werbung

Stück für Stück wird bei Facebook offenbar Inneres und Äußeres intensiv überarbeitet. So kommt, ob man sie nun mag oder nicht, die Facebook-Struktur in Form der Timeline, die für Privatpersonen im Dezember startete, auch ab Ende März für Unternehmensseiten. Dann haben die Profilseiten sowie auch Firmen- und Markenseiten eine neue Optik und im alten Look bleibt der zentrale Nachrichtenstrom – das Kernstück. Der wirkt gegen die Neuerungen ein wenig, wie ein vergessener alter Verwandter, der eben schon immer so oder zumindest so ähnlich aussah.

Unternehmensseiten und die Chronik

 
Facebook Timeline artundweise
Die Unternehmen erhalten nun also nach Aktivierung der Vorschau auf den neuen Aufbau zusätzlich eine große Bildfläche (Coverfoto) im Einstieg, die einigen Vorschriften unterliegt. In der Timeline selbst ist es möglich Einträge hervorzuheben und zu verbergen oder auch für sieben Tage oben festzupinnen. Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit für Beiträge von Fans die Einstellung vorzunehmen, dass diese erst nach Durchsicht freigeschaltet werden. Für den neuen Newsstream kann also allerhand gefiltert werden.

Auf vielen Firmen-Pages fand man bisher zum Einstieg einen Willkommens-Bereich – einen Tab, der beispielsweise eine kurze Einführung zum Angebot zeigte und in den meisten Fällen auch eine Aufforderung zum Fan zu werden. Diese Möglichkeit gibt es nun nicht mehr, aber es lässt sich zu einem speziellen Punkt oder App verlinken. Dahinter steckt wahrscheinlich, dass Facebook die Bewerbung verschiedener Aktionen verstärkt in die Bahnen der eigenen Werbeangebote lenken möchte.
Es tut sich durch diese neue Optik allerdings mehr Raum zur Gestaltung auf und öffnet somit interessante Optionen an anderer und spannenderer Stelle.

Strukturierende Listen

Wem der persönliche Nachrichtenstrom zu unübersichtlich wurde, konnte bisher über die Sortierung von Freunden und Gruppen in passende Informationsstränge seine News gliedern. Das war zugegebenermaßen aufwendig und jedermans Sache. Und nun gibt es (quasi nach Twitter-Vorbild) die Interessenslisten, die man selbst erstellen und darin verschiedene Quellen, wie Seiten und Abonnements zusammenfassen kann, oder bestehende Listen zu den gewünschten Themen heraussuchen und abonnieren.

Werbender Abschluss

All zu oft, logge ich mich bei Facebook nicht aus, sondern schließe die App oder das Browserfenster. In den USA tun dies allerdings 37 Millionen Nutzer und daher findet dort der neue Werbeplatz, der nach dem Ausloggen präsentiert wird, ein großes Zielpublikum. Vorerst sehen diese Abschiedsversion nur Amerikaner. Doch das Schwappen des Teiches ist hier sicherlich auch wieder nur eine Frage der Zeit.

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